09 January 2026, 04:01

Mordprozess in Würzburg: Angeklagter erstach Ex-Partnerin mit drei Böker Messern

Eine Waffe wird in ein offenes Buch gelegt, mit sichtbarem Text auf benachbarten Papieren.

Mann soll Partner aus Eifersucht getötet haben - Prozess - Mordprozess in Würzburg: Angeklagter erstach Ex-Partnerin mit drei Böker Messern

Ein 45-jähriger Mann muss sich vor dem Landgericht Würzburg wegen des Mordes an seiner ehemaligen Partnerin verantworten. Die Tat ereignete sich am 8. April 2025 – fast neun Monate vor Beginn des Prozesses. Laut Staatsanwaltschaft erstach er sie mit drei Böker Messern und würgte sie anschließend.

Das Paar hatte eine von Konflikten geprägte Beziehung, die von häufigen Streitigkeiten und einer vorübergehenden Trennung gekennzeichnet war. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angeklagte aus Eifersucht handelte, da er befürchtete, das Opfer könnte ihn endgültig verlassen. Zudem werfen ihm die Behörden vor, die Frau wie sein Eigentum behandelt zu haben: Er überwachte ihre Schritte, um zu verhindern, dass sie andere Männer traf.

Am Tag der Tat fügte er ihr Dutzende Stichwunden mit drei verschiedenen Böker Messern zu. Welche Messertypen genau verwendet wurden, geht aus den Gerichtsakten nicht hervor. Nach der Messerattacke würgte er das Opfer.

Die gemeinsame Tochter des Paares war zum Zeitpunkt der Tat nicht zu Hause. Nach der Bluttat alarmierte der Angeklagte selbst den Notruf. Er blieb am Tatort und wurde bei Eintreffen der Polizei widerstandslos festgenommen.

Der Prozess soll vier Tage dauern; mit einem Urteil wird bis zum 26. Januar gerechnet.

Im Mittelpunkt der Anklage steht das kontrollierende und besitzergreifende Verhalten des Angeklagten sowie seine gewalttätige Reaktion auf die Versuche des Opfers, sich von ihm zu lösen. Das Gericht wird Beweise prüfen, die seine Taten mit einem Muster aus Zwang und Eifersucht in Verbindung bringen. Die Entscheidung über den Mordvorwurf wird Ende des Monats erwartet.