MTU und Safran starten Entwicklung des Triebwerks für Europas neues Kampfflugzeug
Elias FrankeMTU und Safran starten Entwicklung des Triebwerks für Europas neues Kampfflugzeug
MTU Aero Engines und Safran konkretisieren Pläne für Triebwerk der nächsten Generation
MTU Aero Engines und Safran haben ihre gemeinsamen Pläne für ein Triebwerk der nächsten Generation für Kampfflugzeuge finalisiert. Die Vereinbarung folgt auf eine im Frühjahr dieses Jahres unterzeichnete Absichtserklärung. Beide Unternehmen werden nun die Entwicklung, Produktion und langfristige Betreuung des Antriebs für Europas zukünftiges Kampfflugzeug vorantreiben.
Die Partnerschaft begann 2021, als MTU und Safran Eumet gründeten – ein gemeinsames 50-zu-50-Unternehmen mit Sitz in München. Später stieg ITP Aero als strategischer Partner ein. Ziel war die Entwicklung eines Turbofantriebwerks mit variablem Kreisprozess, das 30 bis 40 Prozent mehr Schub als bestehende Modelle wie das M88 oder das EJ200 liefern soll.
In der ersten Projektphase übernimmt MTU die Rolle eines Unterauftragnehmers unter der Führung von Safran. Während Safran für Design und Integration des Triebwerks verantwortlich zeichnet, konzentriert sich MTU von Anfang an auf Wartung und operative Dienstleistungen. Bisher verläuft die Entwicklung planmäßig; die Meilensteine der Phase 1B sollen bis September 2026 erreicht werden.
Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Future Combat Air System (FCAS) anzutreiben – trotz anhaltender Unsicherheiten im Gesamtprogramm. Beide Unternehmen betonen ihr Engagement, die Triebwerksentwicklung wie vorgesehen voranzutreiben.
Das Joint Venture markiert einen entscheidenden Schritt für den Fortschritt des nächsten europäischen Kampfflugzeug-Triebwerks. Safran und MTU teilen sich die Verantwortung für die künftige Produktion und Instandhaltung des Antriebs zu gleichen Teilen. Das Projekt bleibt vorerst sowohl technisch als auch zeitlich auf Kurs.






