20 March 2026, 06:01

München begrüßt Lahav Shani mit "Servus!" statt "Shalom" – Tradition siegt über Vielfalt

Plakat für das Bayerische Oktoberfest in München, Deutschland, mit einer gekrönten Gesichtsabbildung umgeben von Text.

München begrüßt Lahav Shani mit "Servus!" statt "Shalom" – Tradition siegt über Vielfalt

München begrüßt seinen neuen Musikdirektor mit bayerischem Charme

München hat eine Kampagne gestartet, um seinen neuen Musikdirektor Lahav Shani willkommen zu heißen – und setzt dabei auf eine typisch bayerische Note. Statt auf seine israelischen Wurzeln einzugehen, wählte die Stadt das traditionelle "Servus!" als zentrales Element. Die Entscheidung unterstreicht Münchens Vorliebe für lokale Bräuche statt multikultureller Gesten.

Shani wird im September 2026 sein Amt beim Münchner Philharmonischen Orchester antreten. Während Berlin einst Simon Rattle mit einer weltoffenen "Welcome!"-Kampagne begrüßte, setzt München auf "Bayernkult" – also auf regionale Kultur und Humor. Selbst ein alter Scherz über Rattles markante Frisur ("… Hair Rattle") spielte auf diesen Stil an.

Dass man sich für "Servus!" und nicht etwa für "Shalom" entschied, sorgt für Diskussionen. Kritiker argumentieren, "Shalom" hätte Offenheit signalisieren und die wachsende Vielfalt Münchens feiern können. Doch die Stadt bleibt ihrer Tradition treu – von volkstümlichen Grüßen bis zu kulinarischen Eigenheiten. Selbst Ministerpräsident Markus Söder ließ sich schon beim "Söder-Döner" blicken, einer bayerischen Variante des Döner Kebabs.

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Der Ton der Kampagne spiegelt ein größeres Muster wider: München betont oft seine bayerische Identität, selbst wenn seine Kulturinstitutionen internationale Talente anziehen. Shani steht damit für ein weiteres Kapitel im Spannungsfeld zwischen Tradition und Wandel.

Die Werbung für Shani bleibt ganz im vertrauten bayerischen Stil. Mit "Servus!" statt eines multikulturellen Grußes unterstreicht München einmal mehr seinen lokalen Charakter. Die Stadt zeigt damit: Internationale Persönlichkeiten sind willkommen – aber auf Münchner Art.

Quelle