20 March 2026, 02:01

Münchens Justizzentrum startet nach sechs Jahren Verzögerung durch

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Münchens Justizzentrum startet nach sechs Jahren Verzögerung durch

Münchens neues Justizzentrum soll nach jahrelangen Verzögerungen endlich im Juli 2026 eröffnet werden

Das 400-Millionen-Euro-Projekt, das ursprünglich als Bayerns größte Hochhausbaustelle geplant war, hat nun eine sechsjährige Verzögerung hinter sich. Rund 1.300 Juristen und Mitarbeiter werden bald in dem weitläufigen Komplex mit 40.000 Quadratmetern Fläche ihre Arbeit aufnehmen.

Der Bau des Zentrums begann mit großen Erwartungen: 54 Gerichtssäle sollten in der modernen Anlage entstehen. Doch wiederkehrende Probleme verschoben die Fertigstellung immer weiter. Ein zentrales Problem war der zu schmal gebaute Gefangenenzugang, der einen kompletten Austausch des Torbereichs der Tiefgarage erzwang.

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Auch Feuchtigkeitsschäden setzten dem Gebäude zu und machten umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig. Zwar sind die baulichen Mängel inzwischen behoben, doch die Frage nach der Kostentragung ist noch ungeklärt. Mehrere am Projekt beteiligte Firmen könnten mit Schadensersatzforderungen in fünfstelliger Höhe konfrontiert werden.

Stand März 2026 befindet sich die Einrichtung in der finalen Vorbereitungsphase. Die Infrastruktur ist weitgehend fertiggestellt, doch wie viele Gerichtssäle bis zur Eröffnung im Juli tatsächlich nutzbar sein werden, steht noch nicht fest.

Die Inbetriebnahme des Zentrums markiert das Ende eines von Pannen geprägten Bauprozesses. Noch in diesem Sommer ziehen die juristischen Teams und das Personal ein – auch wenn einige finanzielle und logistische Fragen weiterhin offen sind. Die endgültigen Kosten des Projekts und seine langfristigen Auswirkungen auf Münchens Justizsystem werden sich erst zeigen, wenn der Regelbetrieb beginnt.

Quelle