Münchens OB Dieter Reiter droht Disziplinarverfahren wegen FC-Bayern-Ehrenamt
Elias FrankeRegierung untersucht Disziplinarverfahren gegen Reiter - Münchens OB Dieter Reiter droht Disziplinarverfahren wegen FC-Bayern-Ehrenamt
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sieht sich möglicherweise einem Disziplinarverfahren gegenüber, nachdem er Zahlungen für ein Ehrenamt beim FC Bayern München erhalten hat. Die Bezirksregierung von Oberbayern prüft derzeit, ob diese Vergütungen mit den städtischen Vorschriften vereinbar sind. Reiter bekleidet das Amt seit 2021 – parallel zu seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister und weiteren kommunalen Führungspositionen.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen halbjährliche Zahlungen in Höhe von 10.000 Euro, die Reiter seit Ende 2021 für seine Tätigkeit im Verwaltungsrat des Fußballvereins FC Bayern München erhielt. Nun wird geprüft, ob diese Nebentätigkeit zuvor der Genehmigung des Münchner Stadtrats bedurft hätte.
Reiter verteidigt sich mit der Aussage, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass die neu eingeführte Aufwandsentschädigung für sein bisher unentgeltliches Ehrenamt beim FC Bayern München einer formellen Freigabe bedurfte. Neben seinem Amt als Oberbürgermeister leitete er von 2021 bis 2024 zudem den Aufsichtsrat der IWK München und saß im Vorstand der MVG München.
Insgesamt bezog er in diesem Zeitraum jährlich 30.000 Euro vom FC Bayern München. Die Prüfung der Bezirksregierung soll klären, ob ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird.
Das Ergebnis der Untersuchung wird entscheiden, ob Reiter offizielle Konsequenzen wegen der Zahlungen für sein Ehrenamt beim FC Bayern München drohen. Der Fall wirft Fragen zur Transparenz von Genehmigungsverfahren für Nebentätigkeiten von Amtsträgern auf. Eine Entscheidung wird nach Abschluss der Prüfung erwartet.






