11 March 2026, 20:02

Münchens "RoboGym" wird zum globalen Hotspot für humanoide Roboter-Trainingsdaten

Zwei Roboter, darunter ein humanoider, stehen nebeneinander in einem Raum mit einer Tafel auf der rechten Seite und einer Wand im Hintergrund, Teil einer Robotik-Ausstellung.

Münchens "RoboGym" wird zum globalen Hotspot für humanoide Roboter-Trainingsdaten

"RoboGym": Münchner Flughafen bekommt eines der größten Robotik-Trainingszentren der Welt

Am Flughafen München entsteht ein hochmodernes Robotik-Trainingszentrum mit dem Namen "RoboGym". Die Anlage wird auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern eines der größten Zentren dieser Art weltweit sein. Ihr Ziel ist es, Hunderte von Robotersystemen für den praktischen Einsatz zu optimieren und damit im internationalen Wettbewerb mit China und den USA mitzuhalten.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Münchner Institut für Robotik und Maschinenintelligenz (MIRMI) und dem Unternehmen Neura Robotics. Die Forschung wird von den Professoren Lorenzo Masia und Achim Lilienthal geleitet, die sich darauf konzentrieren, wie humanoide Roboter menschliche Bewegungen natürlicher nachahmen können. Viele aktuelle Modelle haben noch Schwierigkeiten mit flüssigen, lebensechten Bewegungsabläufen – unter anderem, weil hochwertige Trainingsdaten fehlen.

Datenmangel als zentrale Hürde Eine der größten Herausforderungen in der Robotik ist die Beschaffung präziser Datensätze, da Simulationen oft nicht ausreichen. Um dies zu lösen, sollen die im RoboGym gesammelten Trainingsdaten größtenteils offen mit der Robotik-Community geteilt werden. So nutzten etwa Tesla-Mitarbeiter ungewöhnliche Methoden – darunter den "Hühner-Tanz" oder das "Twerken" –, um ihrem Optimus-Roboter geschmeidige Bewegungen beizubringen.

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Langfristig soll das Zentrum auch Industriepartner und Start-ups anziehen, bisher sind jedoch nur MIRMI und Neura Robotics als Beteiligte bestätigt. Die Investitionen in humanoide Roboter sind in den letzten Jahren stark gestiegen, Experten sagen voraus, dass sie bald im Alltag unterstützen werden. TUM-Präsident Thomas Hofmann ist überzeugt, dass solche Maschinen bald fest zu unserem Leben gehören und unzählige Aufgaben übernehmen werden.

München positioniert sich im globalen Robotik-Wettlauf Im RoboGym wird eine große Flotte humanoider Roboter trainiert, die genaue Anzahl der Modelle steht jedoch noch nicht fest. Durch die Verfeinerung ihrer Bewegungsabläufe und den Austausch von Daten soll der Einsatz in der Praxis beschleunigt werden. Das Projekt festigt zudem Münchens Rolle als wichtiger Akteur in der internationalen Robotik-Forschung.

Quelle