18 April 2026, 14:08

Nachfolgekrise in Deutschland: Warum 231.000 Betriebe vor dem Aus stehen

Diagramm, das die organisatorische Struktur eines Unternehmens mit interconnected boxes darstellt, die verschiedene Phasen des Unternehmenswachstums und der Entwicklung repräsentieren, begleitet von Text, der Rollen und Verantwortlichkeiten beschreibt.

Nachfolgekrise in Deutschland: Warum 231.000 Betriebe vor dem Aus stehen

Deutschland steht vor einer wachsenden Krise: Zehntausende kleine und mittlere Unternehmen finden keine Nachfolger

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bis Ende 2025 droht rund 231.000 Betrieben – 67.500 mehr als im Vorjahr – die Schließung, weil die Übergabe an neue Inhaber ungelöst ist. Die Nachfolgeproblematik gefährdet Arbeitsplätze, regionale Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit im ganzen Land.

Alleiner in Bayern sind 36.500 Unternehmen mit 618.000 Beschäftigten betroffen. Bundesweit müssen bis 2026 über 190.000 Firmen mit mehr als 2,5 Millionen Mitarbeitenden einen neuen Eigentümer finden. Viele der aktuellen Inhaber sind über 60 Jahre alt – doch weniger als die Hälfte hat eine Nachfolgelösung gesichert.

Gegensteuern will das Gründungszentrum UnternehmerTUM mit dem Programm "Entrepreneurship through Acquisition" (ETA). Dabei übernehmen Gründer etablierte Unternehmen und entwickeln sie weiter. Der ETA Hub unterstützt dies durch Fachwissen, die Vernetzung von Investoren mit Betrieben und die Brücke zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Christian Mohr, Chief Customer Officer von UnternehmerTUM, warnt: "Die Nachfolgekrise bedroht die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands." Ohne Gegenmaßnahmen drohten langfristig Jobverluste, der Verlust regionaler Wertschöpfung und ein Rückgang der Innovationskraft.

Die ETA-Initiative soll den Übergang für betroffene Unternehmen erleichtern. Durch die Vermittlung zwischen Käufern und Verkäufern will sie Betriebsschließungen verhindern und Arbeitsplätze sichern. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob solche Ansätze die wachsende Nachfolgelücke schließen können.

Quelle