Nathalie Armbruster schreibt mit 19 Jahren Geschichte im Gesamt-Weltcup der Nordischen Kombination
Lara BauerNathalie Armbruster schreibt mit 19 Jahren Geschichte im Gesamt-Weltcup der Nordischen Kombination
Nathalie Armbruster hat Geschichte geschrieben: Mit nur 19 Jahren sicherte sich die Deutsche den Gesamt-Weltcup-Sieg 2025 in der Nordischen Kombination – gekrönt von drei Weltcup-Erfolgen. Ihr Triumph kommt trotz des Rückschlags, dass die Frauen-Wettbewerbe in der Nordischen Kombination bei den Olympischen Spielen 2026 nicht ausgetragen werden. Unterdessen dominierte Johannes Lamparter die Konkurrenz der Männer und beendete die Saison mit 355 Punkten Vorsprung vor seinen Verfolgern.
Armbrusters Weg begann im zarten Alter von vier Jahren, als sie erstmals auf Skiern stand. Später entdeckte sie ihre Leidenschaft für Skilanglauf und Skispringen, bevor sie sich schließlich auf die Nordische Kombination spezialisierte. Schon mit 17 Jahren holte sie bei der WM 2023 in Planica die Silbermedaille – ein erster großer Erfolg.
2025 schrieb sie dann als erste deutsche Frau Geschichte, als sie in Seefeld ein Weltcup-Rennen in der Nordischen Kombination gewann. Noch im selben Jahr sicherte sie sich mit drei Siegen den Gesamt-Weltcup. Doch die Saison verlief nicht ohne Hindernisse: In Ramsau brach sie während eines Rennens zusammen und beschrieb es später als einen vollständigen Zusammenbruch ihres Körpers. Abseits der Piste begrüßte Armbruster das neue Jahr mit einer Sammlung von Glücksschweinchen. Nach ihrem Schulabschluss 2025 trat sie dem Sportförderprogramm der Bundeswehr bei, um sich voll auf ihr Training konzentrieren zu können.
Bei den Männern lieferte Johannes Lamparter eine herausragende Saison ab. Schon bei den Wettkämpfen in Trondheim und Ramsau führte er den Weltcup mit 355 Punkten an – deutlich vor Julian Schmid (312 Punkte) und Franz-Josef Rehrl (280 Punkte). Seine Überlegenheit macht ihn zu einem der Top-Favoriten für die Olympischen Spiele 2026.
Armbrusters Erfolge unterstreichen ihren rasanten Aufstieg in der Nordischen Kombination, doch der Ausschluss der Frauen-Wettbewerbe bei Olympia 2026 bedeutet, dass sie ihr olympisches Debüt verpassen wird. Lamparter hingegen geht als klarer Favorit in die nächste Saison – nach einer dominierenden Vorstellung 2025. Beide Athleten bereiten sich nun auf die nächsten Herausforderungen in einer Sportart vor, die sich ständig weiterentwickelt.