Neues Gymnasium in Obertraubling soll überlastete Schulen im Landkreis entlasten
Philipp KochNeues Gymnasium in Obertraubling soll überlastete Schulen im Landkreis entlasten
Dritter Gymnasium-Standort in Obertraubling: Kreisrat beschließt Neubau zur Entlastung überfüllter Schulen
In Obertraubling soll ein drittes Gymnasium entstehen, nachdem der Kreistag Pläne zur Bewältigung steigender Schülerzahlen gebilligt hat. Die Entscheidung folgt auf Warnungen, dass die bestehenden Schulen in Neutraubling und Lappersdorf bald an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen werden. Die Behörden haben bereits ein Grundstück für den Neubau gesichert, was den Prozess beschleunigt.
Der Bedarf für eine weitere Schule wurde nach Prognosen deutlich, die bis 2034 einen starken Anstieg der Schülerzahlen vorhersagen. Allein in Neutraubling werden 840 zusätzliche Schüler erwartet, in Lappersdorf sind es 445. Das Gymnasium Neutraubling ist bereits jetzt voll ausgelastet, was die Erweiterung dringend macht.
Der Standort Obertraubling wurde wegen seiner Nähe zu Regensburg gewählt, um auch die Schulen in Burgweinting und Harting zu entlasten. Im Gegensatz zu anderen möglichen Standorten sind hier keine langwierigen Verhandlungen mit Nachbargemeinden nötig. Da der Landkreis das Grundstück bereits besitzt, gestaltet sich die Planung deutlich einfacher.
Neben dem Schulneubau laufen weitere Projekte: Die Sanierung der Sportanlagen in Parsberg erhält 225.000 Euro aus Kreismitteln. Zudem entsteht in Regenstauf ein neues Schwimmbad für 19,5 Millionen Euro, das voraussichtlich Anfang 2027 fertiggestellt wird. Das Gymnasium Lappersdorf wird langfristig zusätzlich 50 Klassenräume benötigen, um die Nachfrage zu decken.
Die Zustimmung des Schulausschusses unterstreicht die Priorität des Landkreises, die Bildungsinfrastruktur auszubauen. Da das Grundstück bereits gesichert ist und keine Verzögerungen durch externe Verhandlungen drohen, können die Bauarbeiten in Obertraubling zeitnah beginnen. Die neue Schule soll helfen, die wachsende Schülerzahl zu bewältigen und die Überlastung bestehender Einrichtungen zu verringern.






