10 March 2026, 08:01

Neuverhandlung im Mordfall von 1993: Warum der Prozess nach 30 Jahren neu aufgerollt wird

Ein altes Buch mit dem Titel "Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791" mit einem Stempel, der die erste Auflage anzeigt, mit handgeschriebenem Text auf seinen Seiten.

Neuer Prozess für tote Mädchen in Güllegrube Mitte Mai - Neuverhandlung im Mordfall von 1993: Warum der Prozess nach 30 Jahren neu aufgerollt wird

Am 18. Mai beginnt die Neuverhandlung in einem jahrzehntealten Fall: die Ermordung eines 13-jährigen Mädchens in Unterfranken. Der einzige Beschuldigte, der ursprünglich zu sechseinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden war, muss sich nun vor einer neuen Richterbank am Landgericht Würzburg verantworten. Die Verhandlung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat noch minderjährig war.

Der Fall reicht bis in den späten Herbst 1993 zurück, als das Kind tot auf einem abgelegenen Reiterhof aufgefunden wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, das Mädchen sexuell missbraucht, getötet und ihre Leiche in einer Jauchegrube versteckt zu haben. Das Gericht hatte in der ersten Instanz entschieden, dass Indizien auf den Beschuldigten als Täter hindeuteten – der genaue Tathergang blieb jedoch unklar.

Die Verteidigung legte gegen das ursprüngliche Urteil Berufung ein und argumentierte, die Beweislage sei zu dünn für eine Verurteilung. Mit 26 Verhandlungsterminen bis Oktober wird der Prozess nun vor einer anderen Richterbank neu aufgerollt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Neuauflage des Verfahrens folgt einem erfolgreichen Revisionsantrag gegen das erste Urteil. Die Verhandlungen ziehen sich bis in den Spätherbst hin, alle Sitzungen bleiben unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Gericht muss nun die vorgelegten Beweise und Argumente erneut prüfen.

Quelle