06 March 2026, 18:02

Nockherberg-Revue 2026: Polit-Satire trifft Merz und Söder mit postapokalyptischem Witz

Eine Karikatur eines Mannes in einem Kilt und einer Frau in einem Kleid, die vor einer Menge stehen, mit einem Gebäude und Wolken im Hintergrund und einem Text unten, der 'Niedrige Komiker amüsieren die weisen Männer des Ostens' lautet.

Nockherberg-Revue 2026: Polit-Satire trifft Merz und Söder mit postapokalyptischem Witz

Die Nockherberg-Revue 2026 brachte am 4. März scharfe Satire nach München – mit Politikern als Hauptzielscheibe. Unter dem Titel "Wirf das Handtuch, Lindwurm!" präsentierte die diesjährige Ausgabe eine postapokalyptische Bühnenwelt, die Deutschlands Niedergang anspielte. Im Mittelpunkt stand Friedrich Merz, verkörpert von Schauspieler David Zimmerschied, während andere Spitzenpolitiker ebenfalls schonungslos karikiert wurden.

Den Auftakt bildete der neue Fastenprediger Stephan Zinner mit einem Singspiel von Richard Oehmann und Stefan Betz. Das Stück persiflierte politische Machtkämpfe, wobei Merz' Figur den Titelsong anstimmte. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, als geknebelter und gefesselter "Barde" dargestellt, kam dabei nicht besser weg. Zuvor hatte Hubert Aiwanger ihn mit dem Fluch "ewiger Ernsthaftigkeit" – oder schonungsloser Ehrlichkeit – belegt, eine Anspielung auf seinen Führungsstil.

Michaela Kaniber versuchte vergeblich, Söder mit bayerischen Köstlichkeiten zu besänftigen, doch dieser hielt ihr stattdessen einen Vortrag über tierische Fette und deren Umweltbelastung. Unterdessen warnte SPD-Chefin Bärbel Bas, in einem auffälligen roten Blazer mit Totenkopf, Merz vor seinen Fehltritten – vergeblich. Als Jens Spahn verkleideter Thomas Limpinsel flüsterte Merz gar zu, er solle "die Tür durch die Firewall nehmen" – ein Hinweis auf mögliche Ausstiegsstrategien.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Politiker – Söder blieb stumm – vereinten sich schließlich, um "den Drachen der schlechten Laune" zu erlegen. Ihr gemeinsames Motto "Kein Gejammer mehr – es wird nicht leichter" unterstrich den düster-humorvollen Ton der Veranstaltung. Beobachter stellten fest, dass Merz' satirische Darstellung sich kaum von den Vorjahren unterschied, die Inszenierung jedoch düsterer ausfiel.

Die Revue 2026 ließ keinen Zweifel an ihren Zielen: Mit Musik, Kostümen und Bühnenbild zielte sie unerbittlich auf Deutschlands politische Elite. Vor dem Hintergrund einer nuklearen Dystopie und beißendem Spott festigte die Veranstaltung ihren Ruf als furchtlose Satire-Plattform. Für die Mächtigen war die Botschaft klar: Der Spott traf sie – und das Gelächter ging auf ihre Kosten.

Quelle