NRW kehrt zurück: 1.700 neue Rechtsreferendare bis 2026 geplant
Nordrhein-Westfalen will juristische Ausbildung nach vorübergehender Kürzung 2024 ausbauen
Bis 2026 soll das Land 1.700 neue Rechtsreferendare einstellen und damit eine umstrittene Reduzierung rückgängig machen. Die Verantwortlichen haben nun zugesagt, die Ausbildungszahlen wieder auf das Niveau des Jahres 2023 anzuheben.
Im Sommer 2024 war die Zahl der Rechtsreferendare in Nordrhein-Westfalen aufgrund von Haushaltszwängen gekürzt worden. Dieser Schritt stieß bei Juristenverbänden und der Opposition auf scharfe Kritik und führte zu einer Überprüfung der Finanzierungsprioritäten.
Bei einem jüngsten Treffen zwischen Landesvertretern und der Bezirksregierung Münster wurde die langjährige Zusammenarbeit in der juristischen Ausbildung bekräftigt. Das Landgericht Münster fungiert als zentrale Vermittlungsstelle für die Referendare, während die Bezirksregierung für die Verwaltungspraktika zuständig ist. angehende Juristen absolvieren im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes ein dreimonatiges Praktikum bei einer öffentlichen Behörde.
Ab Juli 2024 entschied sich das Land, wieder verstärkt in die juristische Ausbildung zu investieren. Die geplante Aufstockung um 1.700 Referendare bis 2026 entspricht einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellt die Einstellungspraxis von 2023 wieder her – eine Reaktion auf die Bedenken, die durch die vorherige Kürzung aufkamen.
Mit dem Ausbau soll der Bedarf an juristischen Fachkräften in der Region gedeckt werden. Dank der etablierten Ausbildungsstrukturen in Münster rechnet das Land mit einer reibungslosen Umsetzung der neuen Einstellungen. Der Beschluss folgt auf monatelange Debatten über die Finanzierung und die Zukunft der juristischen Ausbildung in Nordrhein-Westfalen.






