05 February 2026, 18:03

Nürnberger Presse dementiert Verkaufspläne und bleibt familiengeführt

Eine Zeitungsvorderseite mit mehreren Anzeigen und Schlagzeilen.

Nürnberger Presse dementiert Verkaufspläne und bleibt familiengeführt

Nürnberger Presse wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte

Die Nürnberger Presse, eines der größten Regionalmedienhäuser Nordbayerns, hat aktuelle Spekulationen über einen möglichen Verkauf entschieden zurückgewiesen. Der familiengeführte Verlag, der die Metropolregion Nürnberg bedient, betont, trotz anhaltender Gerüchte unabhängig bleiben zu wollen.

Die Verlegerinnen Bärbel Schnell und Sabine Schnell-Pleyer nahmen in einem persönlichen Schreiben an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) direkt zu den Behauptungen Stellung. Darin bezeichneten sie die Gerüchte über einen Verkauf an Medienhäuser aus Augsburg oder Passau als "völlig haltlos" und baten Söder um Unterstützung, um eine weitere Verbreitung der Spekulationen zu verhindern.

Bereits im Juli 2025 hatten die Verlegerinnen erklärt, dass kein Verkauf geplant sei. Mit ihrer jüngsten Stellungnahme unterstreichen sie erneut ihren Willen, das Unternehmen in eigener Hand zu behalten. Medienhäuser in Augsburg und Passau haben indes öffentlich keine größeren Übernahmen oder Kooperationen mit nordbayerischen Regionalverlagen thematisiert.

Die Nürnberger Presse treibt unterdessen die Umgestaltung ihres Geschäftsmodells voran und setzt weiterhin auf unabhängigen Journalismus mit fränkischen Wurzeln. Was die aktuelle Welle an Gerüchten ausgelöst haben könnte, dazu äußerte sich das Unternehmen nicht.

In ihrem Schreiben an Söder betonen die Verlegerinnen ihren festen Entschluss, die Kontrolle über das Medienhaus zu behalten. Da aus Augsburg und Passau keine offiziellen Stellungnahmen vorliegen, bleiben die Gerüchte unbelegt. Die Nürnberger Presse konzentriert sich derweil auf ihre langfristige Strategie als familiengeführtes Medienunternehmen.