03 May 2026, 02:01

Nürnbergs Immobilienmarkt bleibt stabil – doch Sanierungen werden zur Pflicht

Plakat mit dem Titel "Energieeffiziente Heimverbesserungen", das Steuervergünstigungen für Heimverbesserungen wie Fenster, Türen oder Energieaudits auflistet, mit Bildern eines Hauses, einer Couch, einer Lampe, eines Schranks, einer Blume und anderer Gegenstände.

Nürnbergs Immobilienmarkt bleibt stabil – doch Sanierungen werden zur Pflicht

Nürnbergs Immobilienmarkt bleibt stabil – doch die Preise liegen weiterhin über dem Niveau von 2022

Stand Ende April 2023 kostet der Quadratmeter in Nürnberg im Schnitt 4.790,60 Euro. Doch steigende Grundstückspreise und verschärfte Energievorschriften stellen Eigentümer älterer Häuser vor Herausforderungen.

Zwischen 2017 und Anfang 2022 stiegen die Bodenpreise in der Stadt deutlich an: Grundstücke für Einfamilienhäuser verteuerten sich um 42 Prozent, während die Preise für Mehrfamilienhaus-Grundstücke sogar um 60 Prozent kletterten. Entsprechend zogen die Preise für Einfamilienhäuser (plus 57 Prozent) und Eigentumswohnungen (plus 53 Prozent) nach.

Hinzu kommt seit Kurzem eine weitere Hürde: das Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Bundesregierung. Ältere Immobilien ohne moderne Heizsysteme erzielen ohne Sanierung deutlich geringere Verkaufspreise. Verkäufer müssen entweder in energetische Modernisierungen investieren oder sich mit niedrigeren Angeboten abfinden.

Gutachten werden immer wichtiger Online-Bewertungen reichen oft nicht aus, um realistische Preise zu ermitteln. Professionelle Wertermittlungen – etwa durch Unternehmen wie die Heid Immobilien GmbH – liefern dagegen verlässliche Markteinschätzungen. André Heid, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, betont, wie entscheidend eine gründliche Bewertung vor dem Verkauf ist.

Förderungen erleichtern Sanierungen Für Modernisierungen gibt es finanzielle Unterstützung: Die Bundesregierung bietet Zuschüsse, zinsgünstige Kredite und Steuererleichterungen für Heizungssanierungen in selbst genutzten Wohnimmobilien und kleinen Mietshäusern.

Fazit: Der Nürnberger Immobilienmarkt zeigt sich zwar robust, doch Energievorgaben und steigende Kosten verändern die Rahmenbedingungen. Verkäufer müssen abwägen, ob sich Modernisierungen lohnen oder ob sie Preisabschläge in Kauf nehmen. Gleichzeitig helfen professionelle Wertermittlungen und staatliche Förderprogramme, den Übergang für Hauseigentümer zu erleichtern.

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