27 February 2026, 06:02

Oberasbach kämpft mit drastischem Sparpaket gegen 15-Millionen-Defizit

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf wei├čem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, zeigt "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Steuern weiter f├╝r die Reichen und gro├če Unternehmen senken."

Oberasbach kämpft mit drastischem Sparpaket gegen 15-Millionen-Defizit

Die bayerische Stadt Oberasbach geht mit einem umfassenden Konsolidierungspaket gegen ein Haushaltsdefizit von 15,1 Millionen Euro vor. Der vom Stadtrat beschlossene Plan sieht vor, durch Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und Vermögensverkäufe bis 2029 wieder eine stabile Finanzlage zu erreichen. Stellvertretender Bürgermeister Norbert Schikora bezeichnete die Maßnahmen als notwendigen Schritt in Richtung Stabilität.

Die finanziellen Probleme der Stadt spiegeln eine breitere Krise in Bayern wider. Berichten zufolge beliefen sich die kommunalen Defizite 2025 auf über 30 Milliarden Euro, angetrieben durch stark gestiegene Sozialausgaben. Oberasbach reagiert darauf unter anderem mit Steuererhöhungen: Eine höhere Hundesteuer soll jährlich zusätzliche 29.000 Euro einbringen, und die Grundsteuer B für bebaute Grundstücke wird ebenfalls angehoben.

Um die Ausgaben zu senken, streicht der Stadtrat freiwillige Leistungen. Zuschüsse für lokale Vereine werden gestrichen, freiwillige Mitgliedschaften der Kommune in Verbänden beendet – dadurch spart die Stadt rund 134.000 Euro. Die Bibliothek führt nun Jahresgebühren ein, und die Volkshochschule muss ab 2028 mit weiteren Gebührenerhöhungen rechnen.

Neue Einnahmen sollen durch den Verkauf städtischer Grundstücke generiert werden, was unter optimalen Bedingungen bis zu 7,2 Millionen Euro einbringen könnte. Trotz der Kürzungen versicherten die Verantwortlichen, dass unverzichtbare Dienstleistungen und zentrale Projekte geschützt bleiben. Schikora zeigte sich vorsichtig optimistisch und bezeichnete den Plan als realistischen Weg nach vorn.

Oberasbachs Konsolidierungspaket kombiniert Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und Vermögensverkäufe, um das 15,1-Millionen-Loch zu schließen. Die Maßnahmen werden bis 2029 voll greifen, wobei Pflichtleistungen vor den tiefsten Einschnitten bewahrt bleiben. Der Ansatz der Stadt spiegelt die wachsenden finanziellen Herausforderungen wider, mit denen bayerische Kommunen in den letzten Jahren konfrontiert sind.

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