04 March 2026, 16:14

ÖDP setzt 2026 auf Lebensgrundlagen und dezentrale Energiewende in Europa

Eine Luftaufnahme eines üppigen, grünen Gartens auf einem Feld, mit einer Vielzahl von Pflanzen, Bäumen und einem gewundenen Pfad, der zu einem Haus führt, unter einer strahlenden Sonne. Text oben und unten lautet "Pläne für den Garten des Hauses des Parlaments."

ÖDP setzt 2026 auf Lebensgrundlagen und dezentrale Energiewende in Europa

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) hat ihr Programm für die Landtagswahlen 2026 in Europa vorgestellt – im Zentrum steht das Prinzip "die Lebensgrundlagen bewahren" als Kernaufgabe staatlichen Handelns. Die 1981 aus der Umweltbewegung hervorgegangene Partei verbindet ökologische Politik mit konservativen Werten, die in der christlich-humanistischen Tradition verwurzelt sind.

Die ÖDP blickt auf einen politischen Einfluss zurück, der bis 2014 reicht, als sie erstmals ein Mandat im Europäischen Parlament errang – ein Sitz, den sie 2019 und erneut 2024 erfolgreich verteidigte. In Baden-Württemberg erzielt die Partei bei Landtagswahlen regelmäßig über ein halbes Prozent der Stimmen. In den vergangenen fünf Jahren hat sie ihren europäischen Fokus geschärft, etwa durch ihr Engagement in der Europäischen Kommunalallianz und Kampagnen für dezentrale Energiesysteme wie bürgergetragene Solar- und Windprojekte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

2023 unterstützte die ÖDP die Bürgerenergie-Initiative in Brüssel. Ein Jahr später war sie Mitautorin eines Positionspapiers zu partizipativen Energienetzen, das 2025 der EU-Kommission vorgelegt wurde. Grenzüberschreitende Foren in Deutschland und Österreich 2022 und 2024 trieben zudem die lokale Energieautonomie in Europa voran – unabhängig von nationalen Parteiprogrammen.

Das Wahlprogramm 2026 fordert einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien und lehnt Atomkraft kategorisch ab. Die Partei setzt auf eine dezentrale Energiewende, bei der Bürger:innen und Kommunen die Hauptrolle spielen. Wirtschaftspolitisch priorisiert sie ein Kreislaufmodell, den Schutz von Ressourcen – insbesondere von Ackerland – sowie eine Wirtschaft, die am Gemeinwohl statt an endlosen Wachstumszielen ausgerichtet ist.

In den Bereichen Landwirtschaft, Verkehr und Wohnen gelten strenge ökologische Grenzen. Verkehrsvermeidung und Flächenschutz haben Vorrang, eine Ausweitung des motorisierten Individualverkehrs wird entschieden abgelehnt. In der Gesellschaftspolitik verteidigt die ÖDP traditionelle Familienbilder und schlägt ein staatlich finanziertes, sozialversicherungspflichtiges Elterngeld vor. Ihre Bildungspolitik verbindet werteorientierten Unterricht mit einer zurückhaltenden Digitalisierung, die nur dort eingesetzt wird, wo sie unverzichtbar ist.

Das Programm 2026 unterstreicht die langjährige Verbindung der ÖDP aus Ökologie, direkter Demokratie und konservativen Werten. Ihr Einsatz für dezentrale Energieversorgung, Ressourcenschutz und bürgergetragene Initiativen spiegelt eine Strategie wider, die über wachstumsfixierte Wirtschaftspolitik hinausweist. Mit ihrer kontinuierlichen Präsenz in Baden-Württemberg und der anhaltenden Vertretung im EU-Parlament festigt die Partei ihren – wenn auch nischigen – Platz in der deutschen Politiklandschaft.