Ostheim bekommt bis 2026 flächendeckendes Glasfaser-Internet für alle Haushalte
Finn HerrmannOstheim bekommt bis 2026 flächendeckendes Glasfaser-Internet für alle Haushalte
Ostheim vor der Rhön erhält bis Herbst 2026 flächendeckendes Glasfaser-Internet
Zwei große Ausbauprojekte sollen bis Herbst 2026 fast alle 3.200 Haushalte in Ostheim vor der Rhön an das schnelle Glasfasernetz anschließen. Die Modernisierung zielt darauf ab, die wachsende Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Internet zu decken und gleichzeitig den langfristigen Energieverbrauch zu senken.
Die Telekom Deutschland GmbH und die GlasfaserPlus GmbH treiben den Ausbau voran. Das von der Telekom geleitete Projekt, das im Rahmen der bayerischen Gigabit-Richtlinie gefördert wird, umfasst die Verlegung von 64 Kilometern Kabel und den Bau von zehn neuen Glasfaser-Verteilpunkten. Dabei entstehen rund 250 direkte Anschlüsse; die Gesamtinvestition beläuft sich auf 2,75 Millionen Euro.
Die Stadt steuert 210.000 Euro bei, nachdem Bundes- und Landeszuschüsse gesichert wurden. Die Bauarbeiten sollen 24 Monate dauern. GlasfaserPlus, ein Joint Venture der Deutschen Telekom und IFM Investors, realisiert einen separaten, kommerziellen Ausbau, wird jedoch keine eigenen Dienste über das neue Netz anbieten.
Bürgermeister Steffen Malzer betonte die Bedeutung eines gleichberechtigten Zugangs für alle Einwohner. Die Projekte schließen bisher unterversorgte Gebiete ein, darunter Urspringen und abgelegene Anwesen. Nach Abschluss werden etwa 85 Prozent der Gebäude im städtischen Bereich von Ostheim über Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnung (FTTH) verfügen.
In den kommenden Wochen sollen weitere Verträge im Rahmen der bundesweiten Gigabit-Richtlinie 2.0 unterzeichnet werden, um den Glasfaserausbau im gesamten Landkreis Rhön-Grabfeld voranzutreiben. Das neue Netz reduziert zudem den Energieverbrauch, da passive optische Splitter weniger Strom benötigen.
Bis Ende 2026 werden die beiden Projekte fast jeden Haushalt in Ostheim vor der Rhön mit Hochgeschwindigkeits-Internet versorgen. Die Modernisierung ermöglicht schnellere Verbindungen und senkt die laufenden Energiekosten. Zusätzliche Verträge in der Region sollen den Glasfaserausbau in naher Zukunft weiter ausweiten.






