Ozan Iyibas gewinnt knappe Stichwahl um Neufahrns Bürgermeisteramt
Ozan Iyibas hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Neufahrn mit 53,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Das Rennen gegen Christian Meidinger endete in einem knappen Wettkampf, der in einer Phase des Wahlabends sogar von einem dramatischen Gleichstand geprägt war. Iyibas, der für die CSU antrat, sicherte sich den Sieg nach einem hochspannenden Wahlkampf, an dem im ersten Durchgang noch sechs Kandidaten teilgenommen hatten.
Da kein Bewerber in der ersten Runde die absolute Mehrheit erreichte, war eine Stichwahl notwendig geworden. Iyibas hatte damals mit 34,1 Prozent geführt – 626 Stimmen vor Meidinger, der auf 26,2 Prozent kam. Als die Ergebnisse am Wahlabend eintrafen, kam es zu einem Patt von 50 zu 50: Beide Kandidaten lagen zeitweise mit je 1.348 Stimmen gleichauf.
Iyibas gab später zu, unter dem enormen Druck fast überfordert gewesen zu sein; zeitweise zog er sich sogar aus dem Foyer des Rathauses zurück, um sich zu sammeln. Trotz der Anspannung blieb er zuversichtlich – gestützt auf die starken Briefwahl-Ergebnisse aus dem März. Meidinger, Kandidat der Grünen, zeigte sich nach dem Ende der Auszählung erleichtert, schloss aber eine künftige Bewerbung um das Amt des Zweiten Bürgermeisters nicht aus.
In seiner Siegansprache lobte Iyibas den fairen Wahlkampf. Gleichzeitig schlug er vor, Meidinger könnte in der neuen Verwaltung als einer seiner Stellvertreter fungieren. Im Endergebnis setzte sich Iyibas mit 3.556 Stimmen gegen Meidingers 3.078 durch.
Die politische Landschaft Neufahrns ist im Vergleich zu benachbarten Gemeinden weniger dokumentiert. Während die CSU in Rottenburg etwa mit Lauri Seidl als Zweitem Bürgermeister Erfolge verzeichnen konnte, lassen sich für Neufahrn selbst kaum klare Trends erkennen. Brigitta Denk hatte sich dort um 2020 herum um das Bürgermeisteramt beworben, doch übergeordnete Wählerpräferenzen sind nicht auszumachen.
Mit dem Ausgang der Stichwahl übernimmt Iyibas nun das Amt des Neufahrner Bürgermeisters. Sein Sieg markiert das Ende eines hart umkämpften Rennens, das sowohl die Wettbewerbsintensität der Kommunalpolitik als auch die Herausforderungen bei der Erringung eines klaren Mandats unterstrich. Offene Frage für die kommende Amtszeit bleibt, ob und in welcher Rolle Meidinger in der Verwaltung mitwirken wird.






