16 March 2026, 00:49

Pannen-Stimmzettel im Landkreis Fürth: 18 Kandidaten ohne vollständige Angaben

Eine Schwarz-Weiß-Zeitung mit dem Bild eines Mannes und einem Stimmzettel.

Pannen-Stimmzettel im Landkreis Fürth: 18 Kandidaten ohne vollständige Angaben

Stimmzettel für Kreistagswahl im Landkreis Fürth mit fehlenden Angaben zu 18 Kandidaten gedruckt

Auf den Stimmzetteln für die Kreistagswahl im Landkreis Fürth fehlen bei 18 Kandidaten wichtige Angaben. Der Fehler entstand durch ein Softwareproblem, das Teile der aufgelisteten Informationen abschnitt. Die Behörden bestätigten, dass ein kompletter Neudruck vor der Wahl nicht mehr möglich ist.

Das Problem trat auf, weil die Wahlsoftware Schriftgrößen und Zeilenabstände nicht korrekt anpasste. Dadurch wurden bei ausführlichen Kandidatendaten – etwa Ehrenämtern, Wohnorten oder Berufsbezeichnungen – nur die ersten beiden Zeilen gedruckt. Eine kurzfristige Änderung des Stimmzettel-Layouts nach dem Rückzug eines Vorschlags verengte die Spalten zusätzlich und verschärfte das Problem.

Die Regierung von Mittelfranken erklärte, der Fehler werde voraussichtlich kein Einfluss auf das Wahlergebnis haben. Ein Austausch nur der fehlerhaften Stimmzettel wurde jedoch ausgeschlossen, da dies die Wahlgeheimhaltung und die Chancengleichheit gefährden könnte. Auch ein vollständiger Neudruck kam wegen begrenzter Druckkapazitäten und der Gefahr überhöhter Kosten nicht infrage.

Die Kreiswahlleitung prüft nun technische und organisatorische Maßnahmen, um ähnliche Pannen bei künftigen Wahlen zu vermeiden. Der Überprüfungsbedarf ergab sich, nachdem bei vier Wahlvorschlägen insgesamt 18 Kandidaten von der Softwarefehlfunktion betroffen waren.

Da eine Korrektur der Stimmzettel nicht mehr rechtzeitig möglich ist, wird die Wahl wie geplant stattfinden. Laut Angaben der Regionalbehörden werde das Fehlen der Angaben das Endergebnis voraussichtlich nicht beeinflussen. Künftig soll die Zuverlässigkeit der Wahlsoftware sowie die Gestaltung der Stimmzettel verbessert werden.

AKTUALISIERUNG

14 Kandidatenadressen fehlen trotz Softwarefehler auf den Stimmzetteln

Die fehlerhaften Stimmzettel werden trotz fehlender Details für 14 Kandidaten an die Gemeinden verteilt. Die Behörden bestätigten die Entscheidung, fortzufahren, und beriefen sich auf keinen Hinweis auf eine Verzerrung der Wahl. Politische Parteien haben die Handhabung des Fehlers kritisiert, bei dem die vollständigen Wohnadressen dieser Kandidaten weggelassen wurden. Eine rechtliche Überprüfung wird nach der Wahl stattfinden, um die Einhaltung der Verfahrensvorschriften zu bewerten.