07 January 2026, 12:14

Queer-Aktionsplan für Bayern: Warum die Forderungen jetzt lauter werden

Eine Frau in einem grünen T-Shirt steht auf einer Demonstration und hält ein weißes Schild in der Hand, während viele andere Menschen hinter ihr stehen.

Grüne: Bayerische Regierung soll schnell Queer-Aktionsplan vorlegen - Queer-Aktionsplan für Bayern: Warum die Forderungen jetzt lauter werden

Forderungen nach einem Queer-Aktionsplan in Bayern werden lauter

In den vergangenen Monaten haben sich die Rufe nach einem Queer-Aktionsplan für Bayern verstärkt. Die Grünen haben nun im Landtag auf schnelles Handeln gedrängt und von der Staatsregierung die Einlösung eines lange versprochenen Vorhabens gefordert. Verbände und queere Communities warten seit Jahren auf konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung.

Die Forderung nach einem solchen Plan ist nicht neu. Bereits im letzten Landtagswahlkampf hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, einen Queer-Aktionsplan auf den Weg zu bringen – doch bis heute liegt kein offizielles Konzept vor. Seine aktuelle Haltung bleibt unklar, da es aus jüngsten Quellen keine Hinweise auf seine Unterstützung gibt.

2023 hatte das bayerische Sozialministerium einen Runden Tisch einberufen, um den Plan gemeinsam mit Verbänden zu erarbeiten. Das letzte Treffen fand im Juni desselben Jahres statt, doch seither gibt es keine greifbaren Fortschritte. Der Plan soll antiqueere Diskriminierung bekämpfen, doch seine Umsetzung bleibt ungewiss. Die Grünen haben nun den Druck erhöht: Mit einem Antrag im Landtag fordern sie die Staatsregierung auf, den Queer-Aktionsplan unverzüglich vorzulegen. Parteivertreter machten deutlich, dass sie ein weiteres Jahr des Stillstands nicht hinnehmen werden.

Queere Menschen in Bayern warten weiterhin auf einen Plan, der ihnen seit Jahren versprochen wurde. Der Vorstoß der Grünen verleiht der Sache Dringlichkeit – doch wann es eine Entscheidung gibt, bleibt offen. Ohne klare Schritte nach vorn droht der Kampf gegen Diskriminierung weitere Verzögerungen.