04 April 2026, 20:02

Rainer fordert Lockerung des EU-Artenschutzes für Biber und Kormorane

Ein Plakat mit Abbildungen verschiedener Tiere, darunter ein Biber, mit begleitendem Text, der Informationen über sie enthält.

Rainer fordert Lockerung des EU-Artenschutzes für Biber und Kormorane

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer stellt die strengen EU-Schutzmaßnahmen für bestimmte, einst bedrohte Tierarten infrage. Er argumentiert, dass Tiere wie Biber, Fischotter und Kormorane mittlerweile Landwirte und Fischer bedrohten. Rainer fordert eine Überprüfung ihres Schutzstatus, um Naturschutz und wirtschaftliche Interessen besser in Einklang zu bringen.

Der CSU-Politiker behauptet, die aktuellen Schutzregelungen entsprächen nicht mehr der Realität. Er verweist auf wachsende Bestände von Bibern, Saatkrähen, Ottern und Kormoranen, die seiner Meinung nach der Landwirtschaft und Fischerei erhebliche wirtschaftliche Schäden zufügten. Der Minister möchte, dass die EU deren Status überdenkt – ähnlich wie bei den jüngsten Debatten um den Wolfsschutz.

Bisher hat die Europäische Kommission solche Forderungen abgelehnt. Anträge Deutschlands, Polens und der Niederlande, die Schutzbestimmungen der Vogel- und Habitatrichtlinien zu lockern, wurden größtenteils abgelehnt oder verschleppt. Die Kommission besteht auf wissenschaftliche Nachweise über flächendeckende Bedrohungen, bevor Änderungen in Betracht gezogen werden.

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Rainer hält das System für veraltet und unfähig, auf die steigenden Tierbestände zu reagieren. Er drängt auf einen modernen Ansatz, der sowohl den Artenschutz als auch eine nachhaltige Landwirtschaft fördert. Sein Ziel ist es, eine EU-weite Debatte über die Anpassung der Schutzmaßnahmen für diese Arten anzustoßen.

Der Vorstoß des Ministers zeigt die Spannungen zwischen Artenschutz und wirtschaftlichen Interessen auf. Sollte er erfolgreich sein, könnte dies zu Änderungen führen, wie die EU bestimmte Tierarten schützt. Vorerst bleibt die Kommission jedoch bei ihrer harten Linie und verlangt belastbare Beweise, bevor sie politische Kurswechsel in Erwägung zieht.

Quelle