12 February 2026, 14:02

RB Leipzig scheitert im DFB-Pokal – und die VAR-Debatte kocht erneut hoch

Ein Schiedsrichter in schwarzer Kleidung spricht mit zwei Männern auf einem Fussballfeld, einer in blauer und roter Shirts mit Text, beide tragen Brillen.

RB Leipzig scheitert im DFB-Pokal – und die VAR-Debatte kocht erneut hoch

RB Leipzig scheidet nach 0:2 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen FC Bayern München aus

Am 20. Februar 2026 schied RB Leipzig nach einer 0:2-Niederlage im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den FC Bayern München aus. Die Pleite war bereits die dritte deutliche Niederlage gegen die Bayern in dieser Saison – zuvor hatte es in der Bundesliga ein 0:6 und ein 1:5 gegeben. Die Frustration bei den Sachsen kochte hoch: Trainer Ole Werner und Kapitän David Raum kritisierten die Schiedsrichter scharf, weil diese in einer entscheidenden Szene keinen Elfmeter gepfiffen hatten.

Der umstrittene Moment ereignete sich in der 28. Minute, als Josip Stanišić Antonio Nusa nahe dem Strafraum foulte. Schiedsrichter Daniel Siebert und das VAR-Team griffen nicht ein – weder gab es einen Elfmeter noch einen Freistoß. Werner bestand darauf, dass es sich um ein klares Foul im Sechzehnmeterraum gehandelt habe, während Raum den Unparteiischen vorwarf, seit der Einführung des VAR zögerlich und fehlerängstlich zu agieren.

Der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe unterstützte Werners Einschätzung und bezeichnete die Szene als "eindeutigen Elfmeter". Sky-Experte Lothar Matthäus widersprach jedoch: Seiner Meinung nach hätte es einen Freistoß knapp außerhalb des Strafraums geben müssen. Der Vorfall befeuerte erneut die Diskussionen über die Zuverlässigkeit des VAR in der Bundesliga.

Leipzigs Abend verschlimmerte sich in der 64. Minute, als Torhüter Maarten Vandevoordt mit einem Patzer einen Elfmeter für Bayern verursachte. Das daraus resultierende Tor brachte die Münchner mit 1:0 in Führung, ehe sie später den Endstand besiegelten.

Abseits des Platzes kämpft Leipzig nicht nur im Pokal mit Problemen. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zeigte sich unzufrieden mit den jüngsten Bundesliga-Leistungen gegen den FC St. Pauli, Mainz 05 und den 1. FC Köln. Zwar bekräftigte er die Champions-League-Ambitionen des Vereins, betonte aber, dass die Mannschaft über die vollen 90 Minuten eine stärkere Mentalität zeigen müsse.

Mit der Niederlage bleibt Leipzig in dieser Saison ohne Titel – und die Fragen nach der Konstanz des Teams mehren sich. Nach drei klaren Niederlagen gegen den FC Bayern wird der Kampf um die Top Vier in der Bundesliga nun zum Kraftakt. Unterdessen hält die VAR-Debatte an, während die Forderungen nach klareren Schiedsrichterstandards lauter werden.