21 April 2026, 20:03

Rechtsextreme Ansichten auf dem Vormarsch: Was die MOTRA-Studie enthüllt

Schwarze und weiße Titelseite einer deutschen Zeitung mit einem großen Hakenkreuz in der Mitte.

Rechtsextreme Ansichten auf dem Vormarsch: Was die MOTRA-Studie enthüllt

Große Studie zu Radikalisierung in Deutschland: Besorgnis über wachsenden Einfluss rechtsextremer Ansichten

Eine umfassende Untersuchung zur Radikalisierung in Deutschland hat Alarm ausgelöst: Die Studie zeigt eine zunehmende Verbreitung rechtsextremer Positionen. Der jüngste Bericht des MOTRA-Projekts (Monitoring-System und Transferplattform Radikalisierung) analysiert, wie alternative Medien extremistische Einstellungen prägen. Die Forscher warnen, dass zwar die meisten Debatten demokratisch geführt werden, eine lautstarke antidemokratische Minderheit jedoch weiterhin eine ernste Gefahr darstellt.

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Das MOTRA-Projekt, das seit 2019 extremistische Strömungen untersucht, wird vom Bundeskriminalamt (BKA) geleitet und vom Bund finanziert. Neun Forschungseinrichtungen arbeiten darin zusammen. Der neueste Bericht, der "MOTRA-Monitor 2024/25", ist mit fast 600 Seiten und Beiträgen von über 50 Wissenschaftlern sowie 22 Fachartikeln der umfangreichste bisher.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Studie steht die Rolle alternativer Medien – insbesondere von Printpublikationen – bei der Verbreitung radikaler Ansichten. Untersucht wurden unter anderem die Auswirkungen von Medien wie "Compact", "Junge Freiheit", "Tichys Einblick" und "Al Jazeera". Die Ergebnisse zeigen: 5,4 Prozent der Deutschen vertreten inzwischen ein voll ausgeprägtes rechtsextremes Weltbild.

Der Bericht verdeutlicht eine besorgniserregende Spaltung: Zwar beteiligen sich viele an radikalen, aber gesetzeskonformen politischen Debatten, doch ihre Stimmen werden oft überlagert. Gleichzeitig betont die Studie, dass die extremistische Rhetorik einer kleinen, antidemokratischen Gruppe weiterhin ein drängendes Problem bleibt.

Der "MOTRA-Monitor 2024/25" liefert eine detaillierte Momentaufnahme der Radikalisierung in Deutschland. Er zeigt auf, wie bestimmte Medien rechtsextreme Ideologien fördern, und warnt vor den Risiken einer unkontrollierten Minderheit. Die fortgesetzte Förderung durch die Bundesregierung unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Beobachtung dieser Entwicklungen.

Quelle