Regensburg enthüllt Gedenkstein für deportierte Russlanddeutsche nach 80 Jahren
Philipp KochRegensburg enthüllt Gedenkstein für deportierte Russlanddeutsche nach 80 Jahren
Gedenkstein für Russlanddeutsche in Regensburg enthüllt
Am 18. September 2021 wurde in Regensburg ein Gedenkstein für die aus Russland stammenden Deutschen feierlich enthüllt. Die Zeremonie markierte den 80. Jahrestag ihrer Deportation unter sowjetischer Herrschaft. Die Veranstaltung ehrte all jene, die Vertreibung, Verfolgung und Zwangsarbeit erleiden mussten.
Der Gedenkstein wurde von Steinmetzmeister Wilhelm Justus, einem ortsansässigen Handwerker aus Regensburg, geschaffen. Er stellt eine seltene Würdigung in Deutschland für die Russlanddeutschen dar, die Deportation, Exil und Verlust erdulden mussten. Viele von ihnen fanden selbst unter härtesten Bedingungen Halt im Glauben.
Die Initiative ging vom Regensburg-Kreis des Landsmannschaft der Deutschen aus Russland aus. Während der Feier wurde der Stein gesegnet und allen Opfern gewidmet – jenen, die in Arbeitslagern starben, auf der Flucht umkamen oder bei Zwangsumsiedlungen ihr Leben verloren.
Ein ökumenischer Gottesdienst, eine Totenandacht und eine Kranzniederlegung sollen künftig jährlich stattfinden. Diese Veranstaltungen dienen dazu, das Andenken an die Leidtragenden wachzuhalten. Die Organisatoren betonten, wie wichtig es sei, die Geschichte zu bewahren – besonders in einer Heimat, die zugleich neu und angestammt ist.
Der Gedenkstein in Regensburg bleibt eine dauerhafte Mahnung an das Leid der Russlanddeutschen. Die jährlichen Gedenkfeiern werden dafür sorgen, dass ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Der Stein steht als stilles, doch kraftvolles Symbol für Widerstandsfähigkeit und Erinnerung.






