25 April 2026, 06:09

Reiche plant radikale Solar-Reform: EEG-Förderung fällt für neue Photovoltaikanlagen weg

Eine Liniengrafik, die die monatliche Solarstromerzeugung in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Reiche plant radikale Solar-Reform: EEG-Förderung fällt für neue Photovoltaikanlagen weg

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat weitreichende Änderungen der deutschen Solarenergiepolitik vorgeschlagen. Bestehende Photovoltaikanlagen behalten ihre EEG-Förderung, doch neue Anlagen könnten die Einspeisevergütung verlieren. Zu den Plänen gehört zudem, die Netzkosten stärker auf die Betreiber erneuerbarer Energien umzulegen und die Entschädigung für Redispatch-Maßnahmen schrittweise abzuschaffen.

Reiche kündigte an, dass neue Photovoltaikanlagen künftig keine garantierte Einspeisevergütung mehr erhalten könnten. Stattdessen sollen kleine Anlagen ihren Strom direkt am Markt verkaufen. Mit dieser Reform will die Ministerin die Solarenergie flexibler und kostengünstiger gestalten.

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Gleichzeitig bestätigte sie, dass ältere Photovoltaikanlagen ihre bisherige EEG-Förderung behalten. Die neuen Einspeisetarife gelten bereits seit dem 1. August, die nächste Kürzung ist für den 1. Februar 2026 geplant.

Die Ministerin strebt zudem eine bessere Abstimmung zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Netzausbau an. Photovoltaikanlagen sollen künftig "intelligent einspeisen" – also Speicher und steuerbare Technologien nutzen. Hintergrund ist, dass die Redispatch-Maßnahmen für Solaranlagen im zweiten Quartal fast doppelt so hoch ausfielen wie zuvor.

Ein weiterer zentraler Punkt betrifft die Netzkosten: Reiche plant, einen größeren Teil dieser Ausgaben auf die Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlagen umzulegen. Zudem soll die Entschädigung für abgeregeltes Ökostrom im Rahmen von Redispatch-Maßnahmen entfallen.

Laut Bundesnetzagentur erreichen derzeit noch mindestens 97 Prozent des Ökostroms die Verbraucher. Die neuen Regelungen deuten jedoch auf einen Kurswechsel hin: Künftig sollen erneuerbare Energien stärker in den Markt integriert werden, während die Betreiber mehr Kostenverantwortung tragen.

Die vorgeschlagenen Reformen markieren eine deutliche Wende in der deutschen Solarstrategie. Bestehende Anlagen behalten ihre Förderung, doch neue Anlagen müssen sich möglicherweise am Markt behaupten – statt auf feste Vergütungen zu setzen. Zudem könnten die Betreiber stärker an den Netzkosten beteiligt werden, während die Redispatch-Entschädigung komplett entfällt.

Quelle