Rekord-Wärmepumpe bei BASF revolutioniert klimaneutrale Industrieproduktion
Lara BauerRekord-Wärmepumpe bei BASF revolutioniert klimaneutrale Industrieproduktion
Ein Meilenstein bei der Dekarbonisierung der Industrie ist erreicht: Die weltweit größte Industrie-Wärmepumpe hat in Ludwigshafen bei BASF ihren Betrieb aufgenommen. Das System, angetrieben durch Antriebstechnik von Innomotics, wird jährlich bis zu 500.000 Tonnen Dampf erzeugen – und das bei deutlich reduzierten CO₂-Emissionen. Wärmepumpen wie diese bieten eine saubere Alternative zu fossilen Brennstoffen in der industriellen Wärmeerzeugung, die derzeit mehr als 70 Prozent der globalen Prozesswärme ausmacht.
Industrielle Wärmepumpen funktionieren, indem sie Umgebungs- oder Abwärme auf nutzbare Temperaturen von bis zu 150 Grad Celsius bringen. Sie liefern eine thermische Leistung, die weit über dem elektrischen Energieeinsatz liegt, was sie besonders effizient macht. Diese Technologie reduziert nicht nur den CO₂-Ausstoß, sondern erschließt auch neue Möglichkeiten, Abwärme zurückzugewinnen und in Fernwärmenetze einzuspeisen.
Innomotics, ein weltweit führender Anbieter von Elektromotoren und großen Antriebssystemen, lieferte die zentralen Komponenten für die rekordverdächtige Wärmepumpe von BASF. Das Portfolio des Unternehmens umfasst Hoch- und Niederspannungsmotoren sowie Mittelspannungsantriebe, die speziell auf die Anforderungen von Wärmepumpenkompressoren zugeschnitten sind. Die Systeme sind auf Langlebigkeit ausgelegt und können bis zu fünf Jahre ohne geplante Abschaltungen betrieben werden.
Das Projekt markiert einen bedeutenden Fortschritt auf dem Weg zur klimaneutralen industriellen Wärmeerzeugung. Durch den Ersatz fossiler Brennstoffe durch elektrisch betriebene Wärmepumpen können Unternehmen wie BASF ihre Emissionen senken und gleichzeitig die für die Produktion benötigte Hochtemperatur-Dampferzeugung aufrechterhalten.
Die BASF-Wärmepumpe, gestützt auf die Technologie von Innomotics, wird große Mengen Dampf erzeugen – ganz ohne fossile Energieträger. Dieser Ansatz verringert den industriellen CO₂-Fußabdruck und zeigt, wie großtechnische Wärmepumpen energieintensive Prozesse nachhaltig verändern können. Durch ihre langfristige Betriebsfähigkeit und Effizienz setzt die Anlage neue Maßstäbe für eine klimafreundliche industrielle Wärmeerzeugung.






