Siemens-Aktie zwischen Insider-Käufen und Analysten-Skepsis
In den vergangenen Wochen erhielt Siemens gemischte Signale von Analysten und Unternehmensinsidern. Während die Bank Barclays ihr Kursziel gesenkt und die Einstufung "untergewichten" beibehalten hat, erwarben zwei Firmenangehörige jeweils Aktien im Wert von rund 105.000 Euro. Derzeit notiert die Aktie bei 204,70 Euro – deutlich unter ihrem langfristigen Durchschnitt.
Am 26. März kauften Marisol von Siemens und Hadrian Pausch – beide mit der Aufsichtsratsmitglied Dr. Nathalie von Siemens verbunden – Siemens-Aktien. Die über Xetra abgewickelten Transaktionen beliefen sich auf jeweils etwa 105.000 Euro zu einem durchschnittlichen Kurs von 209,77 Euro.
Barclays-Analyst Vlad Sergievskii bleibt vorsichtig und bezeichnet die Aktie als überbewertet. Die Bank senkte ihr Kursziel von 225 auf 220 Euro und behielt die Einstufung "untergewichten" bei. Unterdessen beließ die Deutsche Bank Research ihre Empfehlung auf "halten" mit einem Zielkurs von 245 Euro und erwartet kaum Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Auftragseingänge im zweiten Quartal.
Anleger warten nun gespannt auf die Quartalszahlen von Siemens am 13. Mai. Der Bericht wird die Auftragsentwicklung in der Sparte Digital Industries beleuchten und auf operative Bedenken eingehen, die Barclays geäußert hat. Die anstehende Veröffentlichung der Geschäftszahlen wird Aufschluss über die Performance und die Widerstandsfähigkeit der Auftragslage geben.
Während Insider Aktien kaufen, die Analysten jedoch uneins sind, könnte die weitere Entwicklung des Kurses von den Ergebnissen am 13. Mai abhängen. Der aktuelle Stand liegt 13 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt.






