10 March 2026, 00:02

Söder analysiert CSU-Wahlniederlagen und setzt auf Wirtschaftskurs statt AfD-Kooperation

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Söder analysiert CSU-Wahlniederlagen und setzt auf Wirtschaftskurs statt AfD-Kooperation

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich zu den gemischten Ergebnissen der CSU bei den jüngsten Kommunalwahlen geäußert. Zwar räumte er Rückschläge in wichtigen Gebieten wie München ein, betonte aber gleichzeitig Erfolge in anderen Regionen und forderte eine stärkere Konzentration auf die Wirtschaftspolitik auf Bundesebene.

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Die Wahlergebnisse zeigten deutliche Verluste in einigen Hochburgen, doch Söder blieb optimistisch hinsichtlich des weiteren Einflusses der Partei in Stadträten im gesamten Freistaat.

Bei der Münchner Oberbürgermeisterwahl am 8. März erreichte der CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner im ersten Wahlgang nur 21,2 Prozent der Stimmen – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 47,9 Prozent, die die Partei bei den Stadtratswahlen 2020 geholt hatte. Das Endergebnis lag bei etwa 21 bis 22 Prozent, woraufhin die CSU frühzeitig einräumte, nicht in die Stichwahl einzuziehen. Söder bezeichnete das Ergebnis als 'frustrierend', merkte jedoch an, die Stimmung in der Partei bleibe trotz der Niederlage 'konstruktiv'.

Anderswo schnitt die CSU besser ab. Söder lobte die Nürnberger Ergebnisse als 'besonders schön' und prognostizierte, die Partei werde mehr Oberbürgermeisterposten als 2020 gewinnen. In Bamberg verfehlte die Kandidatin Melanie Huml jedoch den Einzug in die Stichwahl, und in traditionellen Hochburgen wie dem Landkreis Miesbach blieb die CSU hinter den Erwartungen zurück.

Zum Aufstieg der AfD positionierte sich Söder klar: Selbst auf kommunaler Ebene lehne er eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei ab. Moralische Kritik allein reiche nicht aus, um die AfD zu stoppen – nötig sei vielmehr eine inhaltliche politische Auseinandersetzung. Gleichzeitig forderte er die Berliner Ampelkoalition auf, sich stärker auf wirtschaftliche Themen zu konzentrieren und die Sorgen der Wähler ernst zu nehmen.

Die CSU steht nun nach den durchwachsenen Wahlergebnissen vor einer Phase der Selbstreflexion. Zwar behält die Partei in vielen Regionen Einfluss, doch die Verluste in München und anderen Gebieten deuten auf kommende Herausforderungen hin. Söders Fokus auf Wirtschaftspolitik und die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD werden voraussichtlich die künftige Strategie der Partei prägen.

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