Söder fordert Nationalmannschaft: Keine politischen Gesten vor WM 2026
Lara BauerSöder rät DFB-Team: 'So wenig Politik wie möglich' - Söder fordert Nationalmannschaft: Keine politischen Gesten vor WM 2026
Vor der WM 2026: Söder warnt Nationalmannschaft vor politischen Gesten
Während sich Deutschland auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vorbereitet, hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Nationalmannschaft aufgefordert, auf politische Aussagen zu verzichten. Seine Äußerungen folgen den Kontroversen, die die WM 2022 in Katar überschattet hatten – als das frühe Ausscheiden des Teams von öffentlichen Debatten über Menschenrechte und symbolische Proteste begleitet wurde.
Bei der WM 2022 war Deutschland bereits in der Vorrunde gescheitert. Abseits des Platzes sorgten politische Statements für Aufmerksamkeit: Mannschaftskapitän Manuel Neuer trug eine Regenbogen-Binde, und die Spieler hielten sich in einem Teamfoto demonstrativ die Mäuler zu, um gegen die Einschränkungen der Meinungsfreiheit durch die FIFA zu protestieren.
Nun, da das nächste Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, hat Söder die Mannschaft aufgefordert, sich auf den Sport zu konzentrieren. Er wünscht sich weniger Ablenkung und betont, dass der sportliche Erfolg im Vordergrund stehen solle.
Die deutschen Nationalteams haben eine wechselvolle Geschichte mit politischem Engagement. In den 1990er-Jahren verbot der DFB Spielerinnen die Teilnahme an den EuroGames, einer schwul-lesbischen Sportevent in Frankfurt, und drohte mit dem Ausschluss aus dem Kader. Auch interne Konflikte, wie der Streit zwischen Martina Voss und Inka Grings vor den Olympischen Spielen 2000, machten Schlagzeilen. In jüngerer Zeit drehten sich die Diskussionen um die FIFA-Entscheidungen bei der Vergabe von WM-Gastgebern sowie um Auszeichnungen für Anti-Extremismus-Initiativen im Sport.
Die WM 2026 wird zeigen, ob die deutsche Mannschaft den Spagat zwischen sportlichem Wettbewerb und öffentlichen Erwartungen schafft. Söders Aussagen spiegeln den Wunsch wider, nach den Kontroversen von 2022 wieder den Fokus auf die Leistung zu lenken. Der Erfolg des Turniers könnte dabei ebenso von den Ergebnissen abhängen wie davon, wie das Team mit der Aufmerksamkeit abseits des Platzes umgeht.






