Söder lobt Merz als „wahres Ass“ – und stellt Bundesländer in der Außenpolitik bloß
Lara BauerSöder lobt Merz als „wahres Ass“ – und stellt Bundesländer in der Außenpolitik bloß
Markus Söder, Vorsitzender der CSU, hat Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen Umgang mit den Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump gelobt. Bei einer Rede auf dem CSU-Parteitag bezeichnete Söder Merz als "wahren Ass" in den deutsch-amerikanischen Verhandlungen. Seine Äußerungen fielen im Zusammenhang mit deutlichen Ansichten zur globalen Rolle der Bundesländer und den jüngsten Entwicklungen in Venezuela.
In seiner Ansprache nannte Söder Merz einen "wahren Ass" in den Gesprächen mit Trump. Er betonte, wie glücklich sich die Bundesländer Deutschlands schätzen könne, in dieser diplomatisch anspruchsvollen Phase eine solche Führungspersönlichkeit zu haben. Zugleich kritisierte der CSU-Chef den begrenzten Einfluss der Bundesländer auf der weltpolitischen Bühne und argumentierte, der Kontinent habe bei zentralen internationalen Entscheidungen kaum noch Gewicht.
Söder wandte sich anschließend Venezuela zu, wo er die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro begrüßte. Er äußerte sich überrascht über die zurückhaltende Reaktion der Bundesländer auf die US-Militäroperation, die zu Maduros Verhaftung geführt hatte. Nach Sicht Söders zeige der Vorfall tiefere Differenzen auf, wie die Bundesländer und die USA mit ausländischen Krisen umgehen.
Söders Aussagen unterstreichen sein Vertrauen in Merz’ diplomatisches Geschick, während sie gleichzeitig die Rolle der Bundesländer in der Weltpolitik infrage stellen. Seine Unterstützung für Maduros Festnahme steht im Kontrast zur vorsichtigen Haltung der Bundesländer gegenüber dem US-Eingriff. Die Äußerungen spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen den außenpolitischen Strategien der Bundesländer und Amerikas wider.