Sozialbetrug auf Baustellen: 3,8 Millionen Euro Schaden und Haftstrafen für zwei Unternehmer
Philipp KochSozialbetrug auf Baustellen: 3,8 Millionen Euro Schaden und Haftstrafen für zwei Unternehmer
Eine großangelegte Ermittlung des Hauptzollamts Augsburg hat illegale Beschäftigungspraktiken im Raum Kaufbeuren aufgedeckt. Zwei Bauunternehmer umgingen Sozialabgaben und verursachten dadurch einen finanziellen Schaden von über 3,8 Millionen Euro. Der Fall führte nun zu Haftstrafen für die Beteiligten.
Die beiden Arbeitgeber hatten ihre Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung angemeldet. Stattdessen nutzten sie gefälschte Rechnungen im Wert von rund 4,2 Millionen Euro, um die tatsächlichen Lohnzahlungen zu verschleiern. Der durch die vorenthaltenen Abgaben entstandene Schaden belief sich auf über 3,8 Millionen Euro.
Ein Angeklagter wurde wegen seiner Rolle in dem Betrugsfall zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein zweiter Angeklagter, der die volle Verantwortung eingestand, erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten sowie eine Geldstrafe in Höhe von 420 Tagessätzen zu je 30 Euro.
Unterdessen wirbt der Zoll für Karrierechancen in der Behörde. Am 19. Juli 2025 findet ein Berufsinformationstag für angehende Zollbeamte statt. Interessierte können sich per E-Mail unter [email protected] anmelden. Weitere Informationen zu Ausbildung und Tätigkeitsfeldern gibt es unter www.zoll-karriere.de.
Die Ermittlungen führten zu Verurteilungen und zeigen die schweren Konsequenzen von Sozialversicherungsbetrug auf. Bei weiteren Fragen zum Fall steht Tim Hagenbusch vom Hauptzollamt Augsburg als Ansprechpartner zur Verfügung. Der anstehende Berufsinformationstag bietet Interessierten die Möglichkeit, sich über eine Laufbahn im Zolldienst zu informieren.






