15 April 2026, 14:07

SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups

Alter deutscher Staatsanleihe-Schein mit gedrucktem Text und numerischen Figuren.

SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um in Deutschland ein kapitalgedecktes Rentensystem einzuführen. Der Vorschlag kommt kurz nach der Verabschiedung von Reformen der privaten Altersvorsorge durch den Bundestag und passt in die laufenden Reformdiskussionen innerhalb der SPD, bevor deren Agenda finalisiert wird.

Der Plan sieht eine schrittweise Einführung des neuen Systems innerhalb des gesetzlichen Rentenrahmens vor. Zunächst soll es als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorge fungieren. Langfristig zielt der Fonds darauf ab, auch die gesetzliche Rente mitzufinanzieren.

Kernstück des Vorschlags ist ein "Bundesrentenfonds", der bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups oder europäische Unternehmen investieren soll, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Die Abgeordneten wollen zudem regulatorische Vorgaben lockern, um Versicherungen und Pensionskassen mehr Spielraum für Investitionen in Start-ups zu geben.

Die Initiative knüpft an die bestehende WIN-Initiative an, eine öffentlich-private Partnerschaft, die ursprünglich bis 2030 zwölf Milliarden Euro für Start-up-Finanzierungen mobilisieren sollte. Im Rahmen des neuen Plans erhalten private Investoren über erweiterte Tranchen in Dachfonds leichteren Zugang zu Wachstumsunternehmen. Ziel ist es, das Gesamtvolumen der WIN-Initiative bis zum Ende des Jahrzehnts auf 25 Milliarden Euro zu steigern.

Der Vorschlag unterstützt zudem die umfassendere Start-up-Strategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, zu der auch Maßnahmen wie Forschungs- und Entwicklungssteuergutschriften gehören, um Innovation und Investitionen in junge Unternehmen zu fördern.

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Sollten die Reformen umgesetzt werden, würde dies einen Wandel in der Finanzierung des deutschen Rentensystems bedeuten. Gleichzeitig würden sich neue Anlagechancen für Versicherungen, Pensionskassen und private Geldgeber eröffnen. Ob der Plan vorankommt, hängt vom endgültigen Reformpaket der SPD ab.

Quelle