Spontane Antifa-Kundgebung in Nürnberg nach Polizeieinsätzen am Jakobsplatz
Philipp KochSpontane Antifa-Kundgebung in Nürnberg nach Polizeieinsätzen am Jakobsplatz
Spontane Kundgebung: Rund 150 linke Aktivisten versammeln sich am Jakobsplatz in Nürnberg
Am Mittwoch, dem 11. März 2026, zog eine nicht angemeldete Demonstration etwa 150 linksgerichtete Aktivisten zum Jakobsplatz in Nürnberg. Die Versammlung stand unter dem Motto "Antifaschismus" und folgte Polizeieinsätzen und Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft am selben Morgen.
Die Kundgebung begann am Nachmittag und endete gegen 17:30 Uhr. Beamte des Polizeireviers Nürnberg-West beobachteten die Veranstaltung, bei der mehrere Reden gehalten wurden. Störungen oder Zwischenfälle blieben aus.
Die Demonstration stand offenbar im Zusammenhang mit den behördlichen Maßnahmen vom Vormittag. Anders als in früheren Jahren gab es in jüngster Zeit keine vergleichbaren spontanen Proteste als Reaktion auf Ermittlungen gegen extremistische Gruppen. Während Städte wie Leipzig in der Vergangenheit organisierte Antiextremismus-Veranstaltungen erlebten – etwa die Aktionen von "Hand in Hand" im Juni und August –, standen diese nicht in direktem Bezug zu konkreten Ermittlungsverfahren.
Die Versammlung endete friedlich, ohne Zusammenstöße oder Festnahmen. Sie stellte einen seltenen Fall einer spontanen politischen Mobilisierung als Reaktion auf laufende behördliche Operationen dar. Die Behörden waren während der gesamten Veranstaltung mit sichtbarer Präsenz vor Ort.






