Spritpreise explodieren: So sparen Autofahrer trotz hoher Benzinkosten clever Geld
Lara BauerSpritpreise explodieren: So sparen Autofahrer trotz hoher Benzinkosten clever Geld
Steigende Spritpreise zwingen deutsche Autofahrer, neue Wege zu finden, um an der Zapfsäule zu sparen. Da der Nahostkonflikt die Benzinkosten in die Höhe treibt, setzen viele auf Umwege, Tankstopp im Ausland und sorgfältige Planung, um Geld zu sparen. Doch strenge Vorschriften und Sicherheitsbedenken gelten weiterhin beim Mitführen von Zusatzkraftstoff.
Der ADAC rät, nicht mehr als 10 Liter Reservebenzine mitzuführen – auch wenn das deutsche Recht unter bestimmten Bedingungen deutlich höhere Mengen erlaubt.
Schon ein kleiner Umweg kann spürbare Ersparnisse bringen: Wer 50 Liter zu 1,80 Euro statt zu 2,00 Euro pro Liter tankt, spart 10 Euro. Selbst wenn man den zusätzlichen Verbrauch einrechnet – eine 10-Kilometer-Fahrt kostet etwa 1,44 Euro –, bleiben noch 8,56 Euro übrig.
Auch zwischen Autobahn- und Landtankstellen gibt es Preisunterschiede. Oft lohnt es sich, die Bahn zu verlassen, um günstiger zu tanken. Apps wie ADAC Drive, Clever Tanken und PACE Drive helfen dabei, die besten Angebote zu finden. Allerdings machen die aktuellen Preisschwankungen traditionelle Muster unberechenbar.
Wer ins Ausland fährt, kann vor der Rückfahrt nach Deutschland noch einmal volltanken und so Zollgebühren umgehen. Allerdings muss man bei der Einfuhr von mehr als 10 Litern in Kanistern aus Nicht-EU-Ländern eine Deklaration abgeben. Die Regeln variieren je nach Bundesland, und Verstöße – besonders an Grenzen oder auf Fähren – können Bußgelder nach sich ziehen.
Auch die Lagerung von Kraftstoff zu Hause unterliegt strengen Auflagen: Die Behälter müssen bruchsicher und dicht verschlossen sein. Während in Deutschland bis zu 60 Liter pro Kanister (insgesamt 240 Liter in zugelassenen Behältern) erlaubt sind, gelten in anderen Ländern andere Bestimmungen. Der ADAC warnt vor übermäßigen Reserven – Sicherheit hat oberste Priorität.
Die Autofahrer stehen zwar vor höheren Kosten, haben aber Möglichkeiten, ihre Ausgaben zu senken. Mit Apps, Umwegen und Tankstops im Ausland lassen sich Ersparnisse erzielen – vorausgesetzt, man hält sich an die Regeln. Angesichts der instabilen Preise und strengen Vorschriften hilft sorgfältige Planung, jeden Liter optimal zu nutzen. Die ADAC-Empfehlung von maximal 10 Litern Reservekraftstoff bietet für die meisten Autofahrer eine gute Balance zwischen Sicherheit und Praktikabilität.






