Spritpreise steigen seit April 2026: Warum Tankstellen jetzt mittags teurer werden
Philipp KochSpritpreise steigen seit April 2026: Warum Tankstellen jetzt mittags teurer werden
Deutschland übernimmt österreichisches Spritpreis-Modell – seit 1. April 2026 zahlen Autofahrer mehr an der Zapfsäule
Seit dem 1. April 2026 gilt in Deutschland das österreichische Modell für die Kraftstoffpreisbildung – mit spürbaren Folgen für Verbraucher: Wie eine am Dienstag veröffentlichte Analyse des ADAC zeigt, sind die Spritpreise im Land seither deutlich gestiegen.
Das neue System sieht eine tägliche, einheitliche Preisanpassung zur Mittagszeit vor. Dabei schlagen Mineralölkonzerne bei dieser Aktualisierung einen erheblichen Risikoaufschlag auf. Die Folge: Die Grundkosten für Kraftstoffe sind messbar angestiegen.
Super E10 hat sich im Schnitt um etwa neun Cent pro Liter verteuert, Diesel sogar noch stärker – hier beträgt der Aufschlag rund 10,5 Cent. Besonders markant ist der Preissprung um 12 Uhr mittags, wenn die Kosten schlagartig in die Höhe schnellen.
Vor der Umstellung hatten Autofahrer längere Zeitfenster, um Kraftstoff unter dem Tagesdurchschnitt zu tanken. Jetzt ist die günstigste Phase auf den Vormittag direkt vor der Mittagsanpassung beschränkt: Dann liegen die Preise etwa 2,7 Cent unter dem Tagesmittel – allerdings nur für einen deutlich kürzeren Zeitraum.
Die ADAC-Untersuchung kommt zu einem klaren Befund: Seit Einführung des österreichischen Modells ist Sprit teurer geworden. Die mittägliche Preisanpassung in Kombination mit den Risikoaufschlägen treibt die Kosten in die Höhe. Im Vergleich zum alten System zahlen Verbraucher nun sowohl für Benzin als auch für Diesel mehr.






