Streikwelle in Sachsen-Anhalt: Beschäftigte kämpfen für faire Löhne bei Schwarz-Gruppe
Lara BauerStreikwelle in Sachsen-Anhalt: Beschäftigte kämpfen für faire Löhne bei Schwarz-Gruppe
Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt streiken für höhere Löhne
In dieser Woche legen Beschäftigte in Sachsen-Anhalt die Arbeit nieder, um gegen niedrige Löhne zu protestieren. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zu Streiks bei zwei großen Betrieben der Schwarz-Gruppe aufgerufen. Die Mitarbeiter der Unternehmen Bonback und MEG fordern Lohnerhöhungen, um an die Bezahlung an anderen Standorten des Konzerns anzuschließen.
Die Arbeitsniederlegungen begannen heute im Bonback-Werk im Star Park Halle Queis; weitere Ausstände sind für morgen geplant. Bei MEG, einem Getränkehersteller in Weißenfels, findet bereits ein dreitägiger Streik statt. Beide Firmen gehören zur Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland zählen.
Bonback firmierte ursprünglich unter dem Namen ARTIback, bevor es vor zwei Jahren von der Schwarz-Gruppe übernommen wurde. Nach der Übernahme erfolgte eine Umfirmierung und die Eingliederung in die Lieferkette von Lidl. Seitdem erreichen die Produkte über das Logistiknetz des Konzerns mehr Märkte in ganz Europa.
Laut NGG liegen die Löhne in Sachsen-Anhalt deutlich unter denen an anderen Standorten der Schwarz-Gruppe. Einige Beschäftigte verdienten nur rund 900 Euro im Monat. Gewerkschaftsvertreter betonten: "Wir weigern uns, die Billiglohnzone des Ostens zu bleiben." Weitere Streiks sind unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer ein!" angekündigt.
Die Aktion der NGG macht die Entgeltlücke zwischen Ost- und Westdeutschland innerhalb desselben Konzerns deutlich. Die Belegschaften von Bonback und MEG kämpfen für gleiche Bezahlung. Die Streiks werden fortgesetzt, sofern die Verhandlungen keine Lösung bringen.






