StUB-Projekt in Erlangen: Stichwahl entscheidet über Zukunft der Straßenbahn
Finn HerrmannCSU-Mann Volleth vor Amtsinhaber Janik in Erlangen - StUB-Projekt in Erlangen: Stichwahl entscheidet über Zukunft der Straßenbahn
Das Straßenbahn-Projekt Stadt-Umland-Bahn (StUB) ist zu einem zentralen Thema in der Erlanger Politik geworden. Ein kürzlich durchgeführter Bürgerentscheid zeigte eine deutliche öffentliche Unterstützung für die geplante Linie, die drei Städte verbinden soll. Nun wird die anstehende Stichwahl um das Bürgermeisteramt entscheiden, wie es mit dem Vorhaben angesichts steigender Kosten weitergeht.
Die Erlanger Bürger stimmten 2024 in einem Referendum für die StUB und bestätigten damit frühere Zustimmungen aus dem Jahr 2016. Herzogenaurach hatte den Plan bereits 2015 befürwortet. Das Projekt genießt breite Rückendeckung von der bayerischen Staatsregierung unter Markus Söder sowie von großen Arbeitgebern wie adidas.
Die örtliche CSU zeigt sich jedoch skeptisch angesichts der hohen Kosten des Straßenbahnprojekts – eine Haltung, die im Kontrast zur unterstützenden Position der Landes-CSU steht. Unterdessen hat sich das Rennen um das Bürgermeisteramt auf zwei Kandidaten zugespitzt: Florian Janik (SPD) und Jörg Volleth (CSU).
Volleth führte nach der ersten Wahlrunde mit 35,7 Prozent der Stimmen, während Janik auf 29,0 Prozent kam. Die Stichwahl wird nun entscheiden, wer die nächste Phase der StUB verantwortet – ein Projekt, das die lokale Politik weiterhin prägt.
Die Straßenbahn-StUB steht damit an einem entscheidenden Punkt, während Erlangen sich auf die Stichwahl vorbereitet. Der künftige Bürgermeister übernimmt ein Vorhaben mit breiter öffentlicher und landespolitischer Unterstützung, das zugleich zunehmend unter finanzieller Beobachtung steht. Das Ergebnis der Wahl könnte beeinflussen, wie zügig – oder ob überhaupt – das Straßenbahnnetz ausgebaut wird.