10 February 2026, 10:01

Studie warnt: Donald Trump gefährdet die globale Stabilität wie kaum ein Zweiter

Eine weiße Oberfläche mit einem Buch namens 'Präsidiale Courage: Mutige Führer und wie sie Amerika veränderten 1789-1989' von Michael Beschloss, begleitet von zwei Stiften.

Studie warnt: Donald Trump gefährdet die globale Stabilität wie kaum ein Zweiter

Ein neuer Bericht stuft den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump als eine der größten Bedrohungen für die globale Stabilität ein. Die Studie, die vor der Münchner Sicherheitskonferenz 2023 veröffentlicht wurde, warnt davor, dass seine Politik Jahrzehnte internationaler Zusammenarbeit gefährdet. Über 50 Staats- und Regierungschefs werden an der Veranstaltung teilnehmen, Trump selbst wird in diesem Jahr jedoch nicht anwesend sein.

Der Bericht hebt hervor, dass Trumps Regierung seit 2021 globale Normen grundlegend verändert hat. Unter seiner Führung verfolgten die USA einen rein transaktionalen Ansatz gegenüber der NATO und stellten die Verpflichtungen gegenüber Verbündeten offen infrage. Öffentliche Drohungen, Grönland von Dänemark zu annektieren, sowie Ankündigungen, nicht zahlende NATO-Mitglieder nicht zu verteidigen, markieren einen radikalen Bruch mit früheren Politiken. Frühere Regierungen, einschließlich der von Biden, hatten stets die Bedeutung kollektiver Verteidigung betont – etwa bei der Aktivierung von Artikel 5 nach den Anschlägen vom 11. September, als europäische Verbündete die US-Operationen in Afghanistan unterstützten.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2022 setzte Vizepräsident JD Vance mit scharfer Kritik an europäischen Führungen in Fragen wie Zensur und Migration einen konfrontativen Ton. Seine Äußerungen leiteten ein Jahr der Spannungen ein, geprägt von US-Zöllen auf europäische Partner und wiederholten Drohungen gegen NATO-Verbündete. Der aktuelle Bericht warnt nun, Trumps Politik könnte prinzipienbasierte Zusammenarbeit durch kurzfristige Deals ersetzen – zugunsten von Mächtigen und Wohlhabenden, nicht aber der breiten Öffentlichkeit.

Umfragen zeigen eine wachsende Besorgnis in der Bevölkerung: Viele fürchten, dass Trumps Kurs künftigen Generationen eine instabilere Welt hinterlässt. Die Studie bezeichnet ihn als eine der einflussreichsten Figuren, die die internationale Ordnung nach 1945 herausfordern, und nennt ihn einen "Abrissbirnen-Mann" etablierter Institutionen. In diesem Jahr wird die US-Delegation mit Außenminister Marco Rubio und Kongressabgeordneten vertreten sein – doch Trumps Abwesenheit mildert nicht die Sorgen über sein langfristiges Erbe.

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird die Debatten über globale Stabilität fortsetzen, doch die Erkenntnisse des Berichts werfen lange Schatten voraus. Trumps Politik hat die Beziehungen zwischen den USA und Europa bereits verändert – weg von bedingungsloser Solidarität hin zu interessengeleiteter Unterstützung. Die langfristigen Folgen dieses Kurses bleiben für verbündete Nationen und Beobachter gleichermaßen ein zentrales Anliegen.