08 March 2026, 08:01

Stufenweise Lohnerhöhungen für 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst bis 2028

Eine Liniengrafik, die das Gehalt von Kongressmitgliedern in aktuellen und konstanten Dollar von 1992 bis 2023 zeigt, mit begleitendem Text.

Stufenweise Lohnerhöhungen für 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst bis 2028

Fast 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Deutschland erhalten in den kommenden zwei Jahren schrittweise Lohnerhöhungen. Die Anpassungen erfolgen auf Grundlage eines neuen Tarifvertrags, der nach dem Entgelttarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) ausgehandelt wurde. Lehrkräfte, Verwaltungsangestellte und andere Mitarbeiter profitieren von den Änderungen, während Beamte länger auf ihre Gehaltsanpassungen warten müssen.

Die erste Erhöhung um 2,8 Prozent – mindestens jedoch 100 Euro – tritt am 1. April 2026 in Kraft. Es folgt eine weitere Anhebung um 2 Prozent zum 1. März 2027. Eine letzte Anpassung um 1 Prozent ist schließlich für den 1. Januar 2028 vorgesehen. Der Tarifvertrag gilt für einen Zeitraum von 27 Monaten und läuft Ende Januar 2028 aus.

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Auch Schichtarbeiter und Beschäftigte mit wechselnden Dienstplänen erhalten höhere Zuschläge. Die Ausbildungsvergütungen wurden ebenfalls in die Anpassungen einbezogen. Beamte müssen hingegen weitere sechs Monate warten, bis ihre Bezüge angepasst werden.

Die Einigung folgt einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2023, das eine Mindestvergütung für Beamte auf 80 Prozent des medianen Einkommens vergleichbarer Berufe festlegte. Die für März 2026 geplanten Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg könnten die Gehaltsanpassungen für Beamte in diesen Bundesländern zusätzlich verzögern.

In den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) stiegen die Gehälter von Lehrkräften und Hochschulmitarbeitern durch frühere Tarifabschlüsse um etwa 12 bis 15 Prozent – leicht unter dem Durchschnitt anderer Beschäftigter im öffentlichen Dienst, deren kumulierte Erhöhungen rund 15 bis 18 Prozent erreichten.

Der neue Tarifvertrag sichert den Beschäftigten im öffentlichen Dienst eine schrittweise Lohnsteigerung, wobei die letzte Anpassung Anfang 2028 erfolgt. Beamte erhalten ihre Gehaltsanpassungen jedoch später als andere Arbeitnehmer. Zudem spiegelt die Vereinbarung die anhaltenden Bemühungen wider, die Löhne an die Inflation und die rechtlichen Vorgaben des Verfassungsgerichts anzupassen.

Quelle