25 January 2026, 08:01

Südbayern fordert Milliarden für zuverlässigere Regionalbahnen – doch Berlin blockiert

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern, auf der Städte, Ortschaften, Flüsse und andere geografische Merkmale eingezeichnet sind.

Südbayern fordert Milliarden für zuverlässigere Regionalbahnen – doch Berlin blockiert

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat vom Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) ein detailliertes Konzept erhalten. In dem Positionspapier werden umfassende Verbesserungen im Regionalbahnverkehr in Südbayern gefordert. Besonders betont wird der Bedarf an höherer Förderung und besserer Infrastruktur, um den Zugverkehr zuverlässiger zu gestalten.

Im Mittelpunkt der MVV-Vorlage steht der Ausbau und die Modernisierung des Münchner Bahnknotens. Dies wird als zentrale Maßnahme bezeichnet, um den regionalen Personenverkehr zu stärken. Zudem verlangt das Papier eine übergreifende Strategie, um Gleise zu sanieren und die Taktung der Züge in ganz Südbayern zu erhöhen.

Die bisherigen Bundesmittel reichen laut Bernreiter nicht einmal aus, um das bestehende Angebot aufrechtzuerhalten. Er begrüßte zwar die Initiative des MVV, machte aber deutlich, dass deutlich höhere Investitionen aus Berlin unverzichtbar seien. Andernfalls drohten weitere Kürzungen oder Verspätungen.

Die bayerische Staatsregierung hat nun Handlungsbedarf signalisiert. Gemeinsam mit den kommunalen Trägern will man die Gespräche mit der Bundesregierung und der Deutschen Bahn beschleunigen, um mehr Geld und schnellere Infrastrukturprojekte durchzusetzen.

Die nächsten Schritte hängen von den Verhandlungen zwischen dem Freistaat, dem Bund und der Deutschen Bahn ab. Bei Erfolg könnte das Vorhaben zu pünktlicheren Zügen und einem erweiterten Streckennetz in der Region führen. Derweil bleibt der Druck auf Berlin groß, die Regionalbahnförderung spürbar aufzustocken.