26 June 2026, 16:00

Süddeutsche Länder fordern EEG-Reform für mehr Windkraft in Bayern und Baden-Württemberg

Söder fordert mehr Unterstützung für Windkraft in Bayern

Süddeutsche Länder fordern EEG-Reform für mehr Windkraft in Bayern und Baden-Württemberg

Bayern und Baden-Württemberg drängen auf Änderungen am deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die beiden Länder fordern mehr Windkraftprojekte und eine reservierte Kapazitätsquote für die süddeutschen Regionen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betont die dringende Notwendigkeit einer bundesweiten Unterstützung beim Ausbau der Windenergie.

Bayern hat kürzlich die Genehmigungsverfahren für neue Windräder beschleunigt – ein deutlicher Politikwechsel. Dennoch warten in dem Freistaat über 700 bereits genehmigte Anlagen auf den Baubeginn, da ihnen im aktuellen System die nötigen Verträge fehlen. Die Projekte stocken, weil sie in der bundesweiten Ausschreibung der Bundesnetzagentur keine Zuschläge erhalten haben.

Söder pocht darauf, den Windkraftausbau in Süddeutschland zu fördern statt zu behindern. Gemeinsam mit Baden-Württemberg verlangt Bayern eine Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Ihr Vorschlag sieht vor, die Zahl der ausschreibungsfähigen Windprojekte zu erhöhen und 20 Prozent der Kapazität für Süddeutschland zu reservieren.

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Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche zeigt sich skeptisch. Norddeutschland profitiere derzeit von besseren Windbedingungen, was seinen Anlagen in den Ausschreibungen einen Vorteil verschaffe. Unterdessen arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium an einer EEG-Novelle, doch wie es zu den Forderungen der Südländer steht, bleibt unklar.

Streitpunkt ist die gerechte Verteilung der Windenergie-Kapazitäten. Bayern und Baden-Württemberg werfen den aktuellen Regeln vor, den Süden zu benachteiligen. Ohne Änderungen drohen Hunderte baureifer Windräder in Bayern am Boden zu bleiben.

Quelle