Südostlink erreicht Meilenstein mit innovativen Schachtfundamenten für Erdkabel
Finn HerrmannSüdostlink erreicht Meilenstein mit innovativen Schachtfundamenten für Erdkabel
Ein wichtiger Meilenstein beim Bau des Südostlinks erreicht
Beim Bau des Südostlinks, einer geplanten Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) über 540 Kilometer von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt bis nach Bayern, ist ein entscheidender Fortschritt gelungen. Das Projekt soll erneuerbare Energien effizient aus Nord- und Ostdeutschland in den Süden transportieren. Nun ist ein zentraler Abschnitt der Trasse mit speziell entwickelten Schachtfundamenten ausgestattet worden, die sichere und langlebige unterirdische Verbindungen für die Hochspannungskabel gewährleisten.
Die von der Kleihues Betonbauteile GmbH & Co. KG entwickelten Fundamente bestehen aus stahlbewehrten Betonfertigteilen. Jedes Element ist für präzisen Transport und einfache Montage konstruiert, verfügt über integrierten Auftriebsschutz und Öffnungen für Kabelschutzrohre. Die Konstruktion ermöglicht eine schnelle Installation, hohe Passgenauigkeit und sofortigen Schutz vor Wassereintritt.
Die bis zu 35 Tonnen schweren Betonelemente wurden von einem Team von Kleihues mit einem Mobilkran eingebaut. Die Fundamente schaffen kontrollierte Bedingungen für die unterirdische Verbindung einzelner Kabelabschnitte und schützen sie vor Umwelteinflüssen.
Der Abschnitt D3b des Südostlinks, der auf etwa zwei Kilometern von der Autobahn A92 bis zum Umspannwerk Isar in Landshut verläuft, wird später eine Einspeisekapazität von bis zu 4 Gigawatt ermöglichen. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Hochwasserschutzmaßnahmen zurückgebaut, die Schächte verfüllt und die ehemaligen Baustrassen rekultiviert – das Land kann dann wieder landwirtschaftlich genutzt werden.
Der Südostlink wird größtenteils als Erdkabel verlegt und bildet ein zentrales Element des zukünftigen klimaneutralen Stromnetzes Deutschlands.
Die Installation der Schachtfundamente markiert einen bedeutenden Meilenstein für das Projekt. Die Konstruktion sichert eine zuverlässige, langfristige Schutzfunktion für die Hochspannungskabel und minimiert gleichzeitig die Umweltbelastung. Nach Fertigstellung werden die wiederhergestellten Flächen der Landwirtschaft zurückgegeben – ein Gewinn für die Energieinfrastruktur und die regionale Landnutzung.






