Technopia GmbH meldet Insolvenz an – doch der Betrieb läuft weiter
Technopia GmbH meldet Insolvenz an – vorläufige Verwaltung übernommen
Die Technopia GmbH, ein Spezialist für Schaltschrankbau und industrielle Automatisierung, hat beim Amtsgericht München Insolvenz angemeldet. Das in Grafing bei München ansässige Unternehmen begründete den Schritt mit finanziellen Schwierigkeiten infolge eines drastischen Auftragsrückgangs und Liquiditätsengpässen. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde bestellt, während der Betrieb vorerst weiterläuft.
Das Insolvenzverfahren wurde eröffnet; der Rechtsanwalt Marc-André Kuhne übernimmt die Rolle des vorläufigen Verwalters. Er versicherte den Mitarbeitern, dass Löhne und Gehälter bis Ende Dezember durch Insolvenzgeld abgesichert seien. Auch die Beschäftigten am Produktionsstandort Chemnitz, wo rund 35 Fachkräfte Schaltschränke montieren und verdrahten, wurden über die Lage informiert.
Kuhne äußerte sich vorsichtig optimistisch zur Zukunft des Unternehmens und verwies auf einen stabilen Auftragsbestand sowie starke technische Kompetenz. Erste Gespräche mit potenziellen Investoren, die an einer Übernahme oder Kapitalbeteiligung interessiert sind, laufen bereits. Der Geschäftsbetrieb wird vorerst ohne unmittelbare Einschränkungen fortgeführt, laufende Projekte sind nicht betroffen.
Die Technopia GmbH wurde 2013 gegründet und ist auf die Fertigung von Schaltschränken, die Planung industrieller Steuerungssysteme sowie das technische Projektmanagement spezialisiert. Verzögerungen bei der Projektabwicklung und Rechnungsstellung in Verbindung mit sinkenden Aufträgen hatten jedoch zu einer prekären Liquiditätslage geführt. Die Insolvenz fällt in eine Phase zunehmender Unternehmenspleiten in Deutschland: Allein im September verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Anstieg um 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens steht nun die finanzielle Stabilisierung des Unternehmens sowie die Suche nach Investoren im Fokus. Die Gehälter der Mitarbeiter sind bis Dezember gesichert, der Betrieb läuft unter Aufsicht des Verwalters weiter. Entscheidend für das weitere Schicksal des Unternehmens werden die Verhandlungen mit potenziellen Geldgebern und die Konsolidierung der Auftragslage sein.






