Tennisclub Dorfen bekommt grünes Licht für zehn neue Plätze in Rutzmoos
Philipp KochTennisclub Dorfen bekommt grünes Licht für zehn neue Plätze in Rutzmoos
Der Tennisclub Dorfen hat einen entscheidenden Fortschritt bei seinen Plänen für eine neue Sportstätte erzielt: Der Stadtrat genehmigte ein besonderes Entwicklungsgebiet in Rutzmoos und reservierte dort über einen Hektar Land für zehn neue Tennisplätze. Die Entscheidung fällt zu einem kritischen Zeitpunkt, da der aktuelle Pachtvertrag des Clubs in der Nähe der Eishalle 2028 ausläuft.
Aktuell betreibt der Verein fünf Plätze in Dorfen und einen in Hausmehring – doch die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Die Auslastung pro Platz liegt doppelt so hoch wie der bayerische Durchschnitt, was die Notwendigkeit einer Erweiterung unterstreicht. Im Rahmen des Integrierten Sportentwicklungsplans (Ispek) kann der TC Dorfen nun mit dem Bau von zehn neuen Tennisplätzen im Südwesten der Stadt in Rutzmoos voranschreiten.
Die Finanzierung des Projekts war eine langfristige Herausforderung. Der Club erhöhte die Mitgliedsbeiträge um 20 Prozent und warb zusätzliche Sponsoren an, um die neue Tennisanlage zu stemmen. Auch kommunale Zuschüsse fließen ein, wobei die genauen Summen noch nicht feststehen.
Die Ratsentscheidung fiel nicht einstimmig aus. Sabine Berger (CSU) unterstützte zwar den Flächennutzungsplan, lehnte aber den Bebauungsplan wegen Bedenken bei der Transparenz ab. Walter Zwirglmaier (UWG) stimmte gegen beide Vorlagen. Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) wies die Kritik zurück und betonte, dass Grundstücksverhandlungen vertraulich bleiben müssten – versicherte jedoch, dass das Gelände zur Verfügung stehe.
Matthias Holz, Vorsitzender des TC Dorfen, bedankte sich beim Rat für die Zustimmung, räumte aber ein, dass noch Herausforderungen bevorständen. Als nächster Schritt steht die Ausarbeitung eines detaillierten Bebauungsplans für das Rutzmoos-Gelände an.
Mit dem grünen Licht des Rates kann der TC Dorfen nun seine Expansionspläne vorantreiben. Die neuen Tennisplätze sollen die Überlastung verringern und passen in die Sportentwicklungsstrategie der Stadt. Zeitpläne für den Baubeginn und weitere Finanzierungsdetails werden in den kommenden Monaten erwartet.






