Thomas Müller lacht über den nächsten Bayern-Star – und bleibt selbst ganz entspannt
Elias FrankeThomas Müller lacht über den nächsten Bayern-Star – und bleibt selbst ganz entspannt
Thomas Müller zeigte sich entspannt beim letzten Heimspiel des FC Bayern in diesem Jahr gegen Mainz. Das 2:2-Unentschieden trübte seine Stimmung nicht, während er in den Rängen mit Vereinsverantwortlichen plauderte. Ein Thema war dabei der 17-jährige Lennart Karl, dessen aufstrebender Stern sogar Müller während des Spiels auffiel.
In der ersten Halbzeit saß Müller neben Bayerns Sportdirektor Max Eberl und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Das Trio amüsierte sich sichtlich über Karl, den jungen Stürmer, der bereits jetzt für Gesprächsstoff sorgt. Kurze Zeit später traf Karl – ein Timing, über das Müller später scherzte.
Karls rasanter Aufstieg ist kaum zu übersehen. Mit nur 1,68 Meter Körpergröße hat der Teenager in 13 Bundesliga-Einsätzen bereits drei Tore erzielt und zwei Vorlagen gegeben. Noch beeindruckender ist seine Bilanz in der Champions League: drei Treffer, darunter einer, der ihn zum jüngsten Torschützen des FC Bayern in diesem Wettbewerb machte. Trainer und Experten wie Vincent Kompany, Michael Ballack und Stefan Neururer loben sein Talent. Auch Müller, der in den letzten Monaten mit Karl trainiert hat, schwärmt von dessen Abschlussstärke und Arbeitsmoral. Zwar spielt er mittlerweile in der MLS, doch gestand Müller, er würde Karls Spiele aufmerksamer verfolgen, wäre er noch in Deutschland. Seine eigenen Ziele bleiben jedoch klar: Ihn treibt der Titelgewinn an, nicht die Rolle als Starspieler in einem neuen Verein. Trotz des Remis blieb Müllers Auftreten locker. Effortlos wechselte er zwischen Scherzen über Karl und Reflexionen über die eigene Karriere – ganz so gelassen, wie man ihn vom Platz kennt.
Karls Leistungen sorgen weiterhin für Furore, selbst erfahrene Profis wie Müller nehmen Notiz von ihm. Der Teenager hinterlässt nicht nur auf dem Platz, sondern auch in den Gesprächen auf höchster Vereinsebene Eindruck. Für Müller war das Spiel eine Erinnerung an Bayerns wachsende Talente – und an seine eigene ungebrochene Leidenschaft für den Fußball.






