Tierheim „Alte Mühle“ droht trotz Protesten die Schließung bis Juli
Tierheim Alte Mühle in Bruck soll bis Juli schließen – trotz Protesten
Das Tierheim Alte Mühle in Bruck muss voraussichtlich bis Juli schließen, nachdem die Behörden eine Verlängerung der Nutzungsdauer abgelehnt haben. Die seit 30 Jahren bestehende Zufluchtstätte, in der 25 gerettete Ponys, Schweine und Hunde ein Zuhause gefunden haben, steht nun trotz einer vorübergehenden Galgenfrist vor der Räumung. Unterstützer haben eine Petition mit bereits 3.500 Unterschriften gestartet, um den Erhalt des Tierheims zu sichern.
Vor drei Jahrzehnten hatte Regina Peter das Tierheim gegründet und dort tiergestützte Bildungs- und Therapieprogramme angeboten. Viele der geretteten Tiere waren zuvor vernachlässigt oder misshandelt worden. 2013 wurde das Gelände jedoch zum Überschwemmungsgebiet erklärt, woraufhin die Stallgebäude abgerissen werden mussten.
Peter sucht seitdem verzweifelt nach einem neuen Standort, fand aber in der Umgebung keine bezahlbare Alternative. Ihre Tochter Julia Rogg hat sich zur Nebenerwerbsbäuerin ausbilden lassen, um die Zukunft des Tierheims zu sichern. Doch das Landratsamt Ebersberg lehnte einen Antrag ab, die Tiere auf eine angrenzende Wiese umzusiedeln.
Besorgte Eltern und lokale Unterstützer fürchten die Schließung, da das Tierheim ihnen zufolge wichtige soziale und therapeutische Angebote für die Gemeinschaft bietet.
Mit dem nahenden Juli-Termin bleibt das Schicksal des Tierheims ungewiss. Falls keine Lösung gefunden wird, müssen die 25 Tiere neu vermittelt werden. Die Petition sammelt weiterhin Unterschriften – die Behörden zeigen sich bisher jedoch unnachgiebig.