Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball
Philipp KochTodesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter? Verband untersucht - Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball
Bayerischer Fußball-Verband (BFV) ermittelt nach Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter
Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) untersucht einen beunruhigenden Vorfall, bei dem ein 12-jähriger Schiedsrichter während eines Spiels der U14-Altersklasse eine Todesdrohung erhielt. Die Partie in Altenerding nahm eine düstere Wendung, als ein Spieler der SG FC Fraunberg den jungen Unparteiischen angeblich verbal beleidigt und bedroht haben soll.
Der BFV hat den beteiligten Spieler vorläufig gesperrt und sammelt derzeit Zeugenaussagen. Die Verantwortlichen betonen, dass sie bei derartigem Fehlverhalten im Jugendfußball keinerlei Toleranz zeigen.
Der Vorfall ereignete sich während des Spiels zwischen der SpVgg Altenerding und der SG FC Fraunberg. Berichten zufolge sah sich der 12-jährige Schiedsrichter aggressiven verbalen Angriffen eines Spielers ausgesetzt, der ihm angeblich gedroht haben soll: "Ich gehe auf dieselbe Schule wie du. Versteck dich montags gar nicht erst – nach der Schule bist du tot." Die Mutter des Schiedsrichters und ein Vereinsvertreter von Altenerding griffen ein, um die Situation zu entschärfen, bevor sie eskalierte.
Stefan Empl, der Kreis-Schiedsrichterobmann, wies auf eine besorgniserregende Zunahme von Respektlosigkeit gegenüber jungen Unparteiischen im Jugendfußball hin. Zwar liegen für Bayern keine genauen Statistiken vor, doch deutsche Fußballverbände verzeichnen seit Jahren eine steigende Zahl von Übergriffen auf Schiedsrichter. Allein in der vergangenen Saison wurden in der Region bei rund 200.000 Spielen 80 Vorfälle gemeldet.
Die Schiedsrichtervereinigung hat inzwischen Kontakt zum betroffenen Jungen aufgenommen, um ihm Unterstützung anzubieten. Die SG FC Fraunberg hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert. Die Ermittlungen des BFV laufen im Rahmen umfassender Maßnahmen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Nachwuchssport weiter.
Die vorläufige Sperre des Spielers unterstreicht die klare Haltung des Verbandes gegen Drohungen im Jugendfußball. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf die allgemeine Problematik der Schiedsrichter-Sicherheit und führt zu Forderungen nach schärferen Kontrollen und präventiver Aufklärung. Die Verantwortlichen prüfen nun den Vorfall, um über weitere Konsequenzen für den beteiligten Spieler zu entscheiden.






