02 May 2026, 06:03

Trumps Politik spaltet USA und Europa – Ex-Berater warnen vor Krise der transatlantischen Beziehungen

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind und ein Titel weitere Details bereitstellt.

Trumps Politik spaltet USA und Europa – Ex-Berater warnen vor Krise der transatlantischen Beziehungen

Ehemalige Berater Christoph Heusgen und Philip Murphy warnen, dass die transatlantischen Beziehungen unter Präsident Trump in einer tiefen Krise stecken. Ihre Analyse zeigt wachsende Spannungen zwischen den USA und Europa auf, die durch eine unberechenbare Außenpolitik und institutionelle Instabilität vorangetrieben werden. Auch die amerikanische Bevölkerung spürt die Folgen – etwa durch steigende Spritpreise und umstrittene Einwanderungspolitik.

Heusgen und Murphy kritisieren, Trump behandle Europa wie einen Gegner statt wie einen Verbündeten. Seine Drohung, Grönland annektieren zu wollen, sowie seine wiederholten Zweifel am US-Engagement in der NATO haben die diplomatischen Beziehungen stark belastet. Zudem wirke sich seine Außenpolitik direkt auf die Bürger aus: Hohe Kraftstoffkosten und der Widerstand gegen strenge Migrationsregeln gehören zu den zentralen Sorgen.

Die Autoren werfen Trump vor, US-Institutionen systematisch zu untergraben – durch Druck auf die Justiz, die Umgehung des Kongresses und die Entlassung erfahrener Beamter. Historische Beispiele zeigten, so ihre Argumentation, dass dort, wo das Recht des Stärkeren gelte, oft Katastrophen folgten. Ihr Bericht kommt zu dem Schluss, dass einseitiges Handeln beiden Seiten schade und betont, dass Kooperation und Rechtsstaatlichkeit bessere Ergebnisse brächten.

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Für die Zukunft prognostizieren Heusgen und Murphy Gewinne der Demokraten bei den anstehenden Midterm-Wahlen, was Trumps „America First“-Agenda bremsen könnte. Gleichzeitig schlagen sie vor, dass Deutschland eine Strategie für einen halbpermanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat entwickeln sollte. Ein möglicher demokratischer Präsident ab 2028, so ihre Einschätzung, könnte die transatlantischen Beziehungen wieder stärken und konstruktivere Handelsbeziehungen mit der EU aufbauen.

Der Bericht unterstreicht die weitreichenden Folgen von Trumps Politik auf beiden Seiten des Atlantiks. Sollten die Demokraten bei den Midterms an Einfluss gewinnen, könnte sein Kurs auf stärkeren Widerstand stoßen. Die Autoren plädieren dafür, dass Deutschland eine aktivere Rolle in der globalen Governance übernimmt, und fordern eine Rückkehr zu einer kooperativen US-EU-Partnerschaft.

Quelle