03 March 2026, 15:56

Uli Hoeneß warnt vor AfD und lehnt WM-Boykott ab – droht er mit Schweiz-Umzug?

Schwarzes und weißes Porträt von Johann Wilhelm Klein, Direktor des Instituts für Blinde in Wien, der einen weißen Hemdkragen trägt und ernst schaut, mit deutschem Text unten.

Hoeneß macht Politiker verantwortlich und nennt seinen größten Albtraum - Uli Hoeneß warnt vor AfD und lehnt WM-Boykott ab – droht er mit Schweiz-Umzug?

Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat sich zu Politik, Fußball und der Zukunft Deutschlands geäußert. In jüngsten Stellungnahmen lehnte er Forderungen nach einem Boykott der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ab und lobte Bundeskanzler Friedrich Merz dafür, das internationale Ansehen des Landes wiederhergestellt zu haben. Seine Aussagen umfassten zudem Arbeitsmarktpolitik, frühere Regierungen und sogar einen möglichen Umzug ins Ausland.

Hoeneß wies den Vorschlag von Außenministerin Annalena Baerbock, die WM heute zu boykottieren, entschieden zurück. Sport solle frei von politischem Einfluss bleiben, betonte er und kritisierte Versuche, beide Bereiche zu vermischen. Diese Haltung entspricht seiner langjährigen Überzeugung, den Fußball heute von politischer Instrumentalisierung fernzuhalten.

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Anschließend wandte er sich innenpolitischen Themen zu und übt scharfe Kritik an der Vorgängerregierung sowie der Gewerkschaft Verdi. Diese Forderung nach einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden ließ ihn fassungslos zurück. Stattdessen forderte er, Deutschland müsse mehr – nicht weniger – arbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

In Sachen Führung lobte Hoeneß Kanzler Merz dafür, die aus seiner Sicht entstandenen Schäden für das internationale Image Deutschlands rückgängig gemacht zu haben. Seine Anerkennung steht im krassen Gegensatz zu seiner Abrechnung mit früheren Amtsträgern und deren Politik.

Seine politischen Sorgen gehen jedoch tiefer. Hoeneß bezeichnete die Möglichkeit eines Machtantritts der rechtspopulistischen AfD als seinen "größten Albtraum". Die Angst davor habe ihn sogar dazu gebracht, einen Umzug in die Schweiz in Erwägung zu ziehen, wo seine Familie bereits eine Wohnung besitzt. Zwar stehe ein solcher Schritt noch nicht unmittelbar bevor, doch schließe er ihn nicht grundsätzlich aus.

Hoeneß' Äußerungen spiegeln seine Frustration über politische Entwicklungen und Arbeitsmarktreformen in Deutschland wider. Seine Unterstützung für Merz und die Ablehnung von Boykottaufrufen zeigen eine klare Haltung dazu, wie Sport und Politik zu funktionieren haben. Gleichzeitig unterstreicht seine Offenheit für einen Wegzug aus dem Land, wie tief seine Besorgnis über die politische Richtung Deutschlands sitzt.