Unterallgäu kurz schuldenfrei – doch 2025 folgen neue Kredite trotz Erfolgen
Elias FrankeUnterallgäu kurz schuldenfrei – doch 2025 folgen neue Kredite trotz Erfolgen
Landkreis Unterallgäu war 2024 kurzzeitig schuldenfrei – doch schon 2025 sind neue Kredite geplant
Im Jahr 2024 gelang es dem Landkreis Unterallgäu für kurze Zeit, schuldenfrei zu sein – ein seltener finanzieller Meilenstein. Trotz dieses Erfolgs sind bereits für 2025 neue Kreditaufnahmen vorgesehen. Durch eine umsichtige Haushaltsführung konnte der Landkreis in den vergangenen zehn Jahren zudem ein großes Schulsanierungsprogramm vollständig aus Eigenmitteln finanzieren.
Die finanzielle Lage des Landkreises verbesserte sich 2024 deutlich: Die Kernschulden sanken bis Jahresende auf 3,3 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt umfasste 199 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt lag bei 27 Millionen Euro. Ein besonderer Erfolg war die Fertigstellung des langfristigen Schulmodernisierungsplans – ganz ohne zusätzliche Kreditaufnahme.
Die drei Seniorenheime des Landkreises trugen zu dieser positiven Entwicklung bei und erwirtschafteten 2024 einen Überschuss von rund 454.000 Euro – nach 336.000 Euro im Vorjahr. Dennoch bleibt die Personalsituation eine Herausforderung: Trotz attraktiver Bezahlung gestaltet sich die Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden schwierig. Ein Ausbildungsprojekt mit Bewerbern aus Vietnam hat die Lage jedoch etwas entspannt.
Unterdessen wurden dringend notwendige Sanierungsarbeiten im Seniorenheim St. Martin in Türkheim verschoben. Der Prüfungsausschuss hat den Jahresabschluss 2024 geprüft und gebilligt, der Kreisausschuss empfiehlt dem Kreistag nun, die Rechnung abzunehmen und die Entlastung für das Haushaltsjahr zu erteilen.
Die finanziellen Fortschritte des Landkreises 2024 – darunter die vorübergehende Schuldenfreiheit und das erfolgreich finanzierte Sanierungsprogramm – sind beachtlich. Doch die geplanten Kredite für 2025 und die verschobenen Investitionen in die Altenpflege zeigen, dass die Herausforderungen bleiben. Die genehmigten Haushaltszahlen und die Überschüsse der Seniorenheime bilden jedoch eine stabile Grundlage für die Zukunftsplanung.






